Geheimnisvoller Topaz
Viele Geheimnisse ranken sich um den Topaz (auch Topas). Seine Erscheinungsform ist variantenreich wie die Farbpalette eines Malers. Es gibt farblose, gelbe, braune, grüne, blaue, rote Steine und diese Farben in den verschiedensten Abstufungen. Das macht ihn wahrscheinlich auch so anfällig für Verwechslungen. So hat sich beispielsweise das portugiesische Königshaus jahrelang mit einem 1680 Karat schweren Diamant-Staatsschatz gebrüstet, der sich dann jedoch als Sammlung außerordentlich schöner Topaze entpuppte.
Spekulationen um seinen Namen
Legenden ranken sich auch um seinen Namen. Eine besagt, dass schiffbrüchige Piraten den Stein auf einer sagenumwobenen Insel im Roten Meer entdeckt haben, die den Namen Topazos trug. Übersetzt heißt das übrigens "gesucht und gefunden" Dann gibt es noch die Version des römischen Gelehrten Lucius Cornelius Alexander Polyhistor (105-35 v. Chr.). Demnach gab es eine Insel mit Namen "Topazios" im Roten Meer, auf der es Steine in der Farbe von frischem Öl gab. Epiphanius, ein Bischof auf Zypern, der ca. 350 n. Chr. gelebt hat, berichtete von einem leuchtend roten Topaz, der seine Herkunft und seinen Namen der indischen Stadt Topas verdankt.
Schneckenstein und blauer Topaz
Robert Boyle (1627-1691), Mitbegründer der modernen Chemie, erforschte und beschrieb den Topaz als Erster und stellte fest, dass er aus einem Aluminium-Fluor-Silikat besteht. Neben wichtigen Vorkommen auf der ganzen Welt, entdeckte 1728 ein Tuchhändler im Vogtland die berühmteste Topasfundstelle - Schneckenstein. Sachsens Kurfürst August der Starke ließ für das Grüne Gewölbe in Dresden eine Garnitur aus diesem Stein anfertigen und machte den Schneckensteiner Topaz richtig bekannt. Leider waren die Vorkommen Ende des 18. Jahrhunderts ziemlich erschöpft.
Die meisten Topaze der heutigen Zeit stammen aus Brasilien. Rosafarbene Exemplare gibt es vorwiegend in Pakistan. Kristallklare Exemplare, sog. Silbertopaze werden in Namibia gefunden. Eher selten kommt die bei Sammlern sehr begehrte Farbvariante blau vor. Doch Vorsich vor tiefblauen Exemplaren. Durch Brennen oder durch Bestrahlung können farblose oder nur mäßig blaue Steine intensiv blau gefärbt werden.
Überlieferte Wirkungen auf den Menschen
Die Farbe ist maßgeblich für die Chakrenwirkung. So wird der blaue Topaz dem Halschakra zugeordnet und kann seine Kraft vor allem in dieser Region entfalten. Auf der seelischen Ebene soll er eine Verbindung zwischen Himmel und Erde herstellen und seinen Träger weitsichtiger machen können.
Steckbrief
Wichtigste Vorkommen in Brasilien, Russland, Pakistan, Mexiko, Sri Lanka, Nigeria, Madagaskar, Afghanistan, China, Japan, Schottland, England. Der Mohssche Härtegrad beträgt 8. Er ist dem Sternzeichen Wassermann zugeordnet. Topaze am besten über Nacht in einer Bergkristall-Gruppe aufladen.
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