Kurkuma - Wirkung, Dosierung, Anwendung

Kurkuma

(Autor: Bärbel Drexel Expertenteam | aktualisiert am 09.04.2020)

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Kurkuma Inhaltsstoffe

Kurkuma (lat. Curcuma longa) wird auch Curcuma, Gelber Ingwer, Safranwurzel, Gelbwurz oder Gelbwurzel genannt und gehört zur Familie der Ingwergewächse. Die Pflanze kommt aus Südasien und wird bis zu einem Meter hoch. Wie Ingwer bildet Kurkuma knollenähnliche Teile aus, die als Rhizome oder umgangssprachlich „Wurzelstock“ bezeichnet werden. Darin sind neben Nährstoffen und ätherischen Ölen auch Curcuminoide mit dem Hauptinhaltsstoff Curcumin gespeichert.

Aus naturheilkundlicher Sicht sind Curcuminoide die wichtigsten Inhaltsstoffe von Kurkuma. Dazu gehören Curcumin, Demethoxycurcumin, Bisdemethoxycurcumin und Cyclocurdumin. Daneben enthält die Kurkuma-Wurzel die Vitamine C, B2, B3, B6, K und E, sowie die Mineralstoffe Magnesium, Eisen, Natrium, Zink, Mangan, Kupfer, Kalium und Kalzium.


Kurkuma Wirkung

Kurkuma ist den meisten Menschen nur als Gewürz bekannt. Die Mengen, in denen es beim Kochen verwendet wird, sind für die Unterstützung der Gesundheit normalerweise auch zu gering.

Aber: „Curry und Kurkuma als Gewürze z.B. für asiatische Gerichte sind in den üblichen Dosierungen empfehlenswert und können helfen, Verdauungsbeschwerden vorzubeugen oder zu lindern“ (verbraucherzentrale.de). Zudem werden viele weitere positive Wirkungen von Kurkuma bzw. Curcumin vermutet und beispielsweise in der einschlägigen Ratgeberliteratur verbreitet. Sie sind aber, trotz zahlreicher Studien, wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen oder bereits widerlegt.

Kurkuma wird allerdings seit 4000 Jahren in der traditionellen Heilkunst Ayurveda einsetzt. Hier zählt Kurkuma zu den so genannten „heißen“ Gewürzen, die dem Körper Energie spenden und ihn reinigen sollen.

Kurkuma für Magen und Darm

Kurkumapulver und -extrakt mit hoch bioverfügbarem Curcumin regen die Verdauungssäfte an und werden gerne zu fettreichen Speisen genommen. Kurkuma wird klassisch zur Unterstützung des Magen-Darmtrakts und zur Anregung der Verdauung eingesetzt.

Die Inhaltsstoffe von Kurkuma regen die Produktion von Magen- und Gallensaft an, wodurch Nahrungsfette besser verdaut werden können. Die Einnahme von Kurkuma ist also besonders vor, zu und nach gehaltvollem Essen empfehlenswert. So können Beschwerden wie ein Blähbauch oder Völlegefühl vorgebeugt bzw. gelindert werden.

Diese positiven Eigenschaften werden oft dadurch erklärt, dass Kurkuma die Produktion der Magensäure anregt. Das kann unter Umständen zu Sodbrennen führen. Sollte Kurkuma bei Ihnen Sodbrennen verursachen, verzehren Sie es direkt zu den Mahlzeiten. So kann sich die Magensäure direkt mit der Nahrung „beschäftigen“ und nicht so schnell Sodbrennen verursachen.

Kurkuma für die Atemwege

Durch seine schleimhautpflegende Wirkung soll Kurkuma zur Unterstützung der Atemwege beitragen. Und schon vor längerer Zeit haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Kurkuma ausgeprägte antioxidative Eigenschaften hat. Vor allem bei allgemein belasteten Atemwegen, sei es beispielsweise durch Rauchen oder Umweltverschmutzungen, kann Kurkuma die Lungenfunktion unterstützen.

Kurkuma und das Immunsystem

Curcuminoide sind aus naturheilkundlicher Sicht die wichtigsten Inhaltsstoffe von Kurkuma. Sie sind unter anderem zusammen mit Vitamin C für dessen antioxidative und immunmodulierende Eigenschaften verantwortlich. So können Curcuminoide wie Curcumin dabei helfen, das Immunsystem frühzeitig zu kontrollieren. Dadurch kann das Immunsystem entlastet werden und es anderen Abwehrprozessen mehr Aufmerksamkeit widmen.


Kurkuma Dosierung und Anwendung

Die European Food Safety Authority EFSA hat im Jahr 2010 empfohlen, nicht mehr als 2 mg Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag aufzunehmen. Das Online-Portal verbraucherzentrale.de rät zudem, dass Schwangere und Stillende auf Nahrungsergänzungsmittel mit Kurkuma verzichten sollten. Ebenso sollten Personen, die an Gallensteinen leiden, keine Kurkuma-Extrakte einnehmen.

In der Naturheilkunde wird Kurkuma oft mit schwarzem Pfeffer kombiniert. Denn um von den Eigenschaften von Kurkuma bestmöglich zu profitieren, ist eine sehr gute Bioverfügbarkeit, also die optimale Aufnahme durch den Körper von großer Bedeutung. Kurkuma allein wird vom Körper allerdings eher schlecht verwertet. Die Verwertbarkeit soll durch das im Pfeffer enthaltene Piperin gesteigert werden. Nochmals verbessern soll sich die Aufnahme von Kurkuma, wenn es in flüssiger Form verzehrt wird.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt allerdings, dass Erwachsene nicht mehr als 2 mg isoliertes Piperin pro Tag über Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen und Schwangere solche Mittel gar nicht verwenden sollten.

Als Nahrungsergänzungsmittel sind beispielsweise Kurkuma Kapseln und Pasten, Kurkuma Konzentrate oder Kurkuma Presslinge erhältlich. Letztere haben Kapseln gegenüber den Vorteil, dass sie lediglich gepresst werden, Überzüge somit unnötig und Presslinge daher nicht nur eine kompakte und effiziente, sondern auch besonders natürliche Art der Verabreichung sind. Zu Dosierung und Anwendung sollten Sie sich von einer Fachperson, einem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.


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Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

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