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Xylitol

27. MĂ€rz 2023
2 Minuten

Was ist Xylitol?

Xylitol – oft auch Xylit genannt – ist ein natĂŒrlicher Zuckerersatzstoff, der vor allem aus der Rinde mancher BĂ€ume (z.B. Birke oder Buche) gewonnen werden kann.

Deshalb sind fĂŒr Xylitol auch die Bezeichnungen Holzzucker oder Birkenzucker gelĂ€ufig. Es ist herkömmlichem Zucker in Geschmack und SĂŒĂŸe sehr Ă€hnlich und bietet im Vergleich verschiedene Vorteile.

Entdeckt wurde Xylitol im Jahr 1890 von Emil Fischer und Rudolf Stahel (UniversitĂ€t WĂŒrzburg). Sie benannten den Zuckerersatzstoff nach dem altgriechischen Wort xylon, welches ĂŒbersetzt „Holz“ bedeutet. Die Herstellung von Xylitol ist auch mit heutigen Möglichkeiten noch vergleichsweise aufwĂ€ndig. Daher ist Birkenzucker auch ungefĂ€hr zehnmal so teuer wie herkömmlicher Zucker.

Xylitol und Karies

In mehreren Studien entdeckten Wissenschaftler der UniversitĂ€t Turku in den 1970er-Jahren die antikariogenen Eigenschaften von Xylitol. Karies entsteht, wenn sich in ZahnbelĂ€gen Bakterien ansiedeln. Diese wandeln Kohlenhydrate – insbesondere herkömmlichen Zucker – in SĂ€uren um, welche den Zahnschmelz angreifen und dadurch mit der Zeit Karies verursachen.

Xylitol soll das Anhaften dieser Bakterien an ZahnbelĂ€gen verhindern und sogar die WiederhĂ€rtung von bereits angegriffenem Zahnschmelz fördern. Dazu kann Birkenzucker diesen Bakterien nicht als Nahrung dienen, fördert also als Ersatz fĂŒr Zucker deren „Verhungern“.

Xylitol bei Diabetes

Wer unter Diabetes mellitus leidet, sollte auf die Menge der Kohlenhydrate (wie z.B. Zucker) in seinen Lebensmitteln achten. Entsprechend sind Speisen und GetrĂ€nke mit viel Zucker fĂŒr Diabetiker eher ungeeignet und treiben den Blutzuckerspiegel in unerwĂŒnschte Höhen.

Im Vergleich ist Xylitol fĂŒr Diabetiker wesentlich leichter zu handhaben. Es beeinflusst den Blutzuckerspiegel zwar ebenfalls, aber wesentlich weniger als herkömmlicher Zucker. Deshalb werden viele Lebensmittel, die speziell fĂŒr Diabetiker vermarktet werden, mit Xylitol gesĂŒĂŸt.

Vorsicht: Xylitol ist fĂŒr Hunde giftig!

WĂ€hrend Xylitol fĂŒr den Menschen Vorteile bringen kann, sollten einige Tiere keinesfalls mit Xylitol in Kontakt kommen. Gerade bei Hunden kann der Zuckerersatzstoff schon in kleineren Mengen zu Leberversagen und Gerinnungsstörungen fĂŒhren. Beides kann ohne sofortige Behandlung durch den Tierarzt tödlich enden.

DarĂŒber hinaus kann Xylitol zum Beispiel bei Hunden und Kaninchen die InsulinausschĂŒttung stark ankurbeln und dadurch zu einer lebensbedrohlichen Unterzuckerung fĂŒhren. Katzen mĂŒssen diese Effekte nicht befĂŒrchten.

Im Gegenteil: Studien zufolge profitieren auch sie von den positiven Auswirkungen des Birkenzuckers auf die Mundgesundheit.

Bilder: Maik Dörfert – Fotolia | Lioneska – Fotolia

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