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BioverfĂŒgbarkeit

27. MĂ€rz 2023
3 Minuten

Definition

Die BioverfĂŒgbarkeit eines NĂ€hrstoffes oder Wirkstoffes gibt an, zu welchem Anteil er im Organismus ankommt und dort seine Wirkung entfalten kann. Die BioverfĂŒgbarkeit wird in Prozent angegeben, wobei 100 Prozent den bestmöglichen Wert darstellt. Dieser wird in erster Linie bei Medikamenten erreicht, welche direkt in die Blutbahn gespritzt werden. Die BioverfĂŒgbarkeit bei durch Verzehr aufgenommenen NĂ€hrstoffen ist im Vergleich geringer.

Die Bedeutung der BioverfĂŒgbarkeit

HĂ€ufig wird bei Lebensmitteln der absolute Gehalt eines NĂ€hrstoffs angegeben. So enthalten 100 Gramm Spinat beispielsweise mindestens 105 Milligramm Calcium. 100 Gramm Brokkoli enthalten dagegen „nur“ 65 Milligramm Calcium. Der absolute NĂ€hrstoffgehalt spricht also klar fĂŒr Spinat als Calciumlieferant. Zieht man die BioverfĂŒgbarkeit hinzu, ergibt sich jedoch ein völlig anderes Bild.

HĂ€ufig wird bei Lebensmitteln der absolute Gehalt eines NĂ€hrstoffs angegeben. So enthalten 100 Gramm Spinat beispielsweise mindestens 105 Milligramm Calcium. 100 Gramm Brokkoli enthalten dagegen „nur“ 65 Milligramm Calcium. Der absolute NĂ€hrstoffgehalt spricht also klar fĂŒr Spinat als Calciumlieferant. Zieht man die BioverfĂŒgbarkeit hinzu, ergibt sich jedoch ein völlig anderes Bild.

Das Calcium im Spinat ist zu maximal acht Prozent bioverfĂŒgbar. So kommen etwas mehr als acht Milligramm im Blutkreislauf an. Calcium in Brokkoli ist dagegen zu etwa 60 Prozent bioverfĂŒgbar. Dadurch kommen knapp 40 Milligramm dort an, wo sie benötigt werden. Dementsprechend ist Brokkoli im Vergleich zu Spinat als Calciumlieferant klar ĂŒberlegen.

Externe EinflĂŒsse auf die BioverfĂŒgbarkeit

Die BioverfĂŒgbarkeit von NĂ€hrstoffen ist kein absoluter und unverĂ€nderlicher Wert. Stattdessen wird sie auch von verschiedenen externen Faktoren beeinflusst. Ein wichtiger Faktor ist die Kombination mit anderen Lebensmitteln und Inhaltsstoffen.

So kann Kaffee beispielsweise die BioverfĂŒgbarkeit zahlreicher NĂ€hrstoffe verringern. Dementsprechend ist es nicht empfehlenswert, Medikamente oder NahrungsergĂ€nzungsmittel mit Kaffee einzunehmen. Fette und Öle können dagegen die BioverfĂŒgbarkeit einiger NĂ€hrstoffe erhöhen. So werden die Vitamine A, D, E und K in Kombination mit etwas Fett wesentlich besser vom Körper aufgenommen und gespeichert. Dementsprechend werden sie auch als fettlösliche Vitamine bezeichnet.

Einige Medikamente und NahrungsergĂ€nzungsmittel nehmen durch ihre Darreichungsform Einfluss auf die BioverfĂŒgbarkeit. Manche werden in Kapseln angeboten, die verhindern sollen, dass der Wirkstoff schon im Magen freigesetzt wird und dort nur eine geringe BioverfĂŒgbarkeit entfaltet. Werden bestimmte Wirkstoffe dagegen erst im Darm freigesetzt, können Sie wesentlich besser vom Körper aufgenommen werden.

Ein weiterer wichtiger „externer“ Einflussfaktor auf die BioverfĂŒgbarkeit ist der individuelle Körper des Einnehmenden. Unter anderem können Alter und Geschlecht und der Allgemeinzustand dafĂŒr sorgen, dass Inhaltsstoffe besser oder schlechter verarbeitet werden. Bestimmte Krankheiten – beispielsweise chronisch-entzĂŒndliche Darmerkrankungen – können ebenfalls die Folge haben, dass einige NĂ€hrstoffe nicht optimal vom Körper aufgenommen werden. Die offizielle Angabe der BioverfĂŒgbarkeit ist also eher ein theoretischer Wert. PrĂ€zise ausrechnen, wie viel von einem NĂ€hrstoff der eigene Körper aufgenommen hat, lĂ€sst sich auf diese Weise nicht. Eine genauere Bestimmung ist durch eine Messung der Wirkstoffkonzentration im Blut oder in anderen KörperflĂŒssigkeiten möglich.

© Bilder: Leonid Nyshko - Fotolia | Franz Pfluegl - Fotolia | jvezzani - Fotolia

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