Interview mit Dr. Jochen Hoffmann
Bärbel Drexel Expertenteam
Langjähriger Mitarbeiter und Leiter Produktentwicklung und Qualität
Er kennt diese Marke von innen wie kaum ein anderer. Dr. Jochen Hoffmann ist seit vielen Jahren bei Bärbel Drexel und hat die Entwicklung der Marke nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet. Als Leiter Produktentwicklung und Qualität trägt er täglich Verantwortung dafür, dass jedes Produkt hält, was es verspricht. Im Interview erzählt er, was ihn antreibt und was er von Bärbel Drexel persönlich mitgenommen hat.
Mensch und Marke
Jochen, du bist seit Mai 2004 bei Bärbel Drexel. Wie kam es dazu, und wie erklärst du auf einer Party, was du eigentlich machst?
Beides hat eine einfache Antwort. Der Weg zu Bärbel Drexel war eine glückliche Fügung. Nach meiner Promotion in Biologie mit Schwerpunkten in Phytopathologie, Pflanzenphysiologie und Immunologie an der Universität Konstanz war der Einstieg in den klassischen Pflanzenschutz nicht einfach. Meine Erfahrung mit Heilkräutern, Naturheilkunde und mein Interesse an Lebensmittelchemie haben dann den Ausschlag für Bärbel Drexel gegeben.
Auf einer Party sage ich gerne mit einem Schmunzeln: Ich entwickle zum Beispiel Produkte, die ein wenig Alkohol für die Leber verträglicher machen. Das lockert die Runde meistens sofort auf.
Hast du Bärbel Drexel persönlich kennengelernt? Was war das für eine Frau, und was hat sie dir hinterlassen?
Ja, Bärbel Drexel hat mich sogar eingestellt. Sie war sehr offen und ehrlich, aber gleichzeitig warmherzig und voller Ideen für neue Produkte, die sie mit echter Leidenschaft verkauft hat. Was mich bis heute beeindruckt: Sie hat beim ersten Gespräch schnell erkannt, wo meine Stärken liegen und wo ich mich am besten einbringen kann, und mich gezielt in die Produktentwicklung geholt.
Diese Haltung trägt die Marke bis heute. Die Natur in ihrer reinsten Form in Nahrungsergänzungsmittel und Naturkosmetik hineinzupacken, nicht mehr, nicht weniger: Das war ihre Überzeugung, und ich spüre sie in jeder Entscheidung, die wir treffen. Die Umstellung auf nachhaltige Braunglas-Verpackungen ist ein gutes Beispiel dafür. Und ich bin überzeugt, dass Bärbel das auch gefallen hätte.
Die Mission ist seit 30 Jahren dieselbe. Was hat sich trotzdem verändert, und was begeistert dich nach all dieser Zeit noch immer?
Am Anfang standen vor allem einfache Presslinge und Pulverprodukte. Heute entwickeln und produzieren wir Flüssigprodukte, Cremes und Lotionen, und das alles ohne synthetische Konservierungsstoffe. Auch produktionstechnisch haben wir enorm zugelegt. Der Anspruch, es wirklich richtig zu machen, ist dabei nicht nur gleich geblieben, sondern gewachsen.
Wenn Bärbel heute auf die Marke schauen könnte, an ihrem 30. Geburtstag: Was würde sie sagen? Und was würdest du jemandem sagen, der Bärbel Drexel gerade zum ersten Mal entdeckt?
Sie würde sich über die nachhaltigen Verpackungslösungen freuen. Braunglas, Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen – das hätte ihr gefallen. Und dann würde sie uns, ganz typisch für sie, sofort wieder anspornen. Den Kosmetikbereich weiter stärken. Noch konsequenter auf Zusatzstoffe verzichten. Mehr natürliche Süße statt Süßstoffe. Und mehr fermentierte Flüssigprodukte für Mikrobiom und Bioverfügbarkeit. Da sehe auch ich großes Potenzial.
Jemandem, der uns gerade entdeckt, würde ich sagen: Wir bieten ein ganzheitliches, auf Naturheilwissen basiertes Sortiment, das uns von vielen Wettbewerbern unterscheidet. Wir setzen nicht auf hochdosierte, isolierte Einzelstoffe. Wir setzen auf die Harmonie und das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe. Viel hilft manchmal eben nicht viel. Entscheidend ist, wie die einzelnen Komponenten einer Formulierung zusammenwirken. Das ist unsere Philosophie, und sie trägt jedes unserer Produkte in sich.
Produkte und Qualität
Was steckt hinter eurem Reinheitsgebot, und gilt das auch für Inhaltsstoffe, die legal wären?
Das Reinheitsgebot ist eine bewusste Entscheidung für Natürlichkeit und ganzheitliche Wirkung, kein gesetzlicher Zwang. Keine synthetischen Farbstoffe, keine künstlichen Konservierungsstoffe und Süßstoffe. Und wenn ein Wirkstoff nur auf synthetischem Weg herstellbar ist, suchen wir konsequent nach pflanzlichen und fermentativen Alternativen. Die passen einfach besser zu dem, wofür wir stehen.
Wie sieht eure Qualitätsprüfung aus, und wo geht ihr über das Vorgeschriebene hinaus?
Jede Charge wird geprüft: organoleptisch, optisch, verpackungstechnisch. Dazu kommen vollständige Produktdossiers, regelmäßige Lagertests und Ende-MHD-Tests, um sicherzustellen, dass die Qualität bis zum letzten Tag der Mindesthaltbarkeit gewährleistet ist. Auch mikrobiologische und Schwermetall-Kontrollen sind zentral. Wer das nicht prüft, geht ein Risiko ein. Mit seinen Produkten und mit seinen Kunden.
Was fällt dir auf dem Markt auf, und welche Frage sollten Kunden öfter stellen?
Viele Produkte, vor allem im Onlinehandel, sind wenig komplex: häufig Mono-Produkte, voller unnötiger Zusatzstoffe und oft überdosiert. Die Frage, die viel mehr Menschen stellen sollten, lautet: „Ist dieses Produkt durch unabhängige Dritte auf Reinheit und tatsächliche Inhaltsstoffe geprüft?" Nahrungsergänzungsmittel unterliegen keiner Zulassungspflicht. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen das von sich aus tun. Und dass Kunden danach fragen.
Was wird an euren Produkten am meisten unterschätzt, und nimmst du sie eigentlich selbst?
Das Größte, was Kunden oft unterschätzen, ist die notwendige Geduld. Naturreine Wirkstoffe brauchen Zeit. Und die Zeit, die man ihnen gibt, zahlt sich aus. Das ist kein Makel. Das ist Philosophie. Wer das verstanden hat, versteht Bärbel Drexel.
Und ob ich sie selbst nehme? Aber natürlich. Beim Radfahren habe ich immer ein Astaxanthin Energy Konzentrat dabei, morgens gehören Kurkuma- oder Ingwerkonzentrat zu meinem festen Ritual, ins Müsli kommt Lecithin Granulat. Für meinen Stoffwechsel nehme ich Leber Vital Presslinge oder Leber Aktiv 5-in-1 Kapseln sowie Jod naturein. Und im Winter achte ich besonders auf mein Immunsystem. Dann kommen Darmbakterien mit 6 Kulturen und Vitamin D3 Presslinge zum Einsatz.
Jochen, vielen Dank. Für deine Zeit, deine Offenheit und für alles, was du dieser Marke und ihrer Gemeinschaft über all die Jahre gegeben hast.
Über den Autor
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