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Mäusedorn - Botanik und Wirkung

Mäusedorn

Etymologie und Geschichtliches

Der Gattungsname 'ruscus'/'ruscum' gilt als ungeklärt. 'Aculeatus' bedeutet 'stechend' und bezieht sich allgemein auf Dornen, Stacheln oder einen anderen stechenden Teil der jeweiligen Pflanzenart.

Der deutsche Name 'Mäusedorn' leitet sich aus der früheren Verwendung der Pflanze her.

Wissenschaftlicher Name: Ruscus aculeatus L.

Volkstümlicher Name: (stechender) Mäusedorn.

Die Zweige der Pflanze wurden bereits im Mittelalter zur Vertreibung von Mäusen und Ratten, aber auch zur Herstellung von Besen verwendet. Metzger schützten mit Sträußen der Pflanze abhängendes Fleisch vor Mäusen.

Schon im alten Rom und Griechenland war der Mäusedorn aber auch heilkundlich bekannt, insbesondere um den Harnfluss zu fördern, zur "Blutreinigung", gegen Gelbsucht und Kopfschmerzen.

Die Pflanze ist in den europäischen Kräuter- und Arzneibüchern seit dem 16. Jahrhundert mit diesen Anwendungen gelistet. Die jungen Sprossen wurden darüber hinaus als Gemüse genossen, die Samen fanden Verwendung als Kaffeeersatz. Medizinisch verwendet werden das Kraut und das Rhizom.


Botanik des Mäusedorn

Mäusedorn ist ein ausdauernder, immergrüner, 20 bis 80 cm hoher Halbstrauch. Die Stängel sind aufrecht, holzig und verzweigt, die Blätter schuppenartig, klein, braunhäutig, dreieckig bis lanzettlich.

Die Phyllokladien (blattartig verbreiterte Kurztriebe) sind zweizeilig, länglich, starr, bis 2,5 cm lang und laufen in einer scharfen Spitze aus.

Die kleinen, grünlich-weißen Blüten stehen einzeln oder zu Büscheln gehäuft und wachsen aus der Blattmitte. Die fruchtbaren Blüten werden zu kirschgroßen, scharlachroten Beeren, die im September reif sind und den ganzen Winter über am Strauch bleiben.

Vorkommen / Verbreitung

Zur Gattung gehören 6 Arten, die im mediterranen Raum Europas und Nordafrikas zuhause sind. 


Inhaltsstoffe und deren potentielle Wirkung

Steroidsaponine (4 bis 6%), insbesondere Ruscin, Ruscosid und deren Aglyka, sowie Benzofurane.

Anwendungen sollen den Venentonus erhöhen und kapillarabdichtend, entzündungshemmend und harntreibend wirken.

Zur Unterstützung bei chronisch venöser Insuffizienz, Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtlichen Wadenkrämpfen, Juckreiz und Schwellungen; oder bei Hämorrhoiden-Beschwerden wie Juckreiz und Brennen.

Genutzte Pflanzenteile

Mäusedornwurzelstock besteht aus dem getrockneten Wurzelstock mit Wurzeln von Ruscus aculeatus L. sowie dessen Zubereitungen.


Hinweise

Die Beeren sind giftig und nicht zum Verzehr geeignet.

Allgemeines

Vom Verzehr oder der Anwendung selbst gesammelter oder angebauter Pflanzen, die man nicht oder nicht ausreichend kennt, oder Zubereitungen daraus, ist grundsätzlich abzuraten. Selbst Pflanzen, die im Allgemeinen als genießbar und ungefährlich gelten, können bei entsprechender Dosierung oder bei Schadstoffbelastung, durch die Zubereitung oder beispielsweise bei Allergien schädlich wirken. Oft besteht auch Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren und gefährlichen Pflanzen. Holen Sie stets professionellen Rat von einer Fachperson, einem Arzt oder Apotheker ein.


Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

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Bild: © ChiccoDodiFC/fotolia