Wenn der Körper schwitzt, verliert er mehr als nur Wasser
Bärbel Drexel Expertenteam
Wenn der Körper schwitzt, verliert er mehr als nur Wasser
Schon bei moderater Hitze produziert der Körper bis zu einem Liter Schweiß pro Stunde – und mit jedem Liter verliert er wertvolle Mineralstoffe. Magnesium steht dabei ganz oben auf der Verlustliste. Was viele nicht wissen: Genau dieser Mineralstoff ist es, den Herz, Muskeln und Nerven in der Hitze am dringendsten brauchen.
Was Hitze mit Ihrem Kreislauf macht
Steigen die Temperaturen, weitet der Körper seine Blutgefäße – um Wärme nach außen abzugeben. Das klingt clever, bedeutet für das Herz aber: Es muss deutlich mehr pumpen. Die Herzfrequenz steigt, der Blutdruck schwankt, der gesamte Kreislauf läuft unter erhöhter Last. Wer gleichzeitig zu wenig Magnesium hat, gibt seinem Herzen damit einen denkbar schlechten Start in den Sommertag.
Magnesium ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt – darunter die Regulierung des Herzrhythmus, die Entspannung der Gefäßwände und die Stabilisierung des Blutdrucks. Fehlt es, gerät das fein abgestimmte System ins Wanken. Besonders betroffen sind Menschen, die viel Sport treiben, stark schwitzen oder unter chronischem Stress stehen, denn all das erhöht den Magnesiumbedarf zusätzlich.
Was viele überrascht: Auch die Nieren spielen eine Rolle. Bei Hitze und erhöhter Flüssigkeitsaufnahme scheiden sie mehr Magnesium aus als üblich. Der Verlust passiert also auf mehreren Wegen gleichzeitig: über den Schweiß, über den Urin, über den erhöhten Stoffwechsel.
„Magnesium ist der stille Taktgeber des Herzens. Besonders dann, wenn die Hitze den Körper fordert."
Diese Zeichen können auf einen Magnesiummangel hinweisen:
- Wadenkrämpfe, besonders nachts
- Unerklärliche Müdigkeit und Erschöpfung
- Schwindel oder Kreislaufschwäche
- Unregelmäßiger Puls und Herzrhythmus
- Innere Unruhe und Schlafprobleme
- Muskel- und Lidzucken (Tics)
Das Tückische: Viele dieser Symptome werden dem Sommer zugeschrieben: „Ich bin halt müde, es ist so heiß." Dabei steckt oft ein handfester Mineralstoffmangel dahinter, der sich gezielt beheben lässt.
Auffüllen, bevor der Mangel entsteht
Der entscheidende Unterschied liegt im Timing: Wer wartet, bis Krämpfe oder Schwindel auftreten, hat bereits ein Defizit. Sinnvoller ist es, den erhöhten Bedarf im Sommer von Anfang an zu berücksichtigen – durch magnesiumreiche Ernährung und gezielte Supplementierung.
Besonders gut versorgt sind Sie mit dunklem Blattgemüse, Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Wer viel schwitzt, Sport treibt oder unter Stress steht, hat einen erhöhten Bedarf und sollte diesen aktiv ausgleichen.
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