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Acerola

Die saure Vitalstoffbombe Acerola-Kirsche

Sie erinnert uns an die in unserer geographischen Region verbreiteten Süß- und Sauerkirschen, doch bei näherer Betrachtung gibt es große Unterschiede - die Acerola-Kirsche. Inzwischen sind auch Florida, Jamaika, Panama, Brasilien und Guatemala Heimat dieser bemerkenswerten Frucht, doch ihr Ursprung wird in Mexiko vermutet. Schon die mittelamerikanischen Ureinwohner sollen die Acerola als Quelle ihrer körperlichen Widerstandskraft genutzt haben. Die bei höchster Reife tiefroten Früchte sind saftig, weich und schmecken eher sauer.

Wortherkunft

Die Acerola-Kirsche wurde im 16. Jahrhundert von den spanischen Konquistadoren entdeckt und benannt. Eigentlich ist sie überhaupt keine Kirsche. Sie sieht nur den europäischen Süß- und Sauerkirschen sehr ähnlich und wird deshalb fälschlicherweise als Kirsche bezeichnet. Auch in dem Wort Acerola steckt cereza, der spanische Begriff für Kirsche. Acerola wird je nach Quelle mit Speisekirsche oder Ahornkirsche übersetzt.

Acerola-Kirsche

Botanik

Die Acerola (wissenschaftlicher Name: Malpighia glabra) gehört zu den Malpighiengewächsen und hat einen Durchmesser von einem bis zwei Zentimetern. Sie wächst an Bäumen oder Sträuchern, die bis zu drei Meter hoch werden können. Dabei unterscheidet sich das Erscheinungsbild der Pflanzen je nach Region massiv. Die Frucht ist annähernd rund und besteht aus drei Segmenten mit je einem Kern. Sie reift innerhalb von 25 Tagen und kann dadurch bis zu vier Mal im Jahr geerntet werden.

Genutzte Pflanzenteile

Während der Acerola-Baum für die Naturheilkunde eher uninteressant ist, wird die Acerola selbst sehr geschätzt. Ihr Fruchtfleisch ist sehr saftig und ihre Haut sehr dünn. Dadurch kann sie kaum sicher nach Europa importiert werden. Wesentlich häufiger als die tatsächliche Acerolafrucht findet man in deutschen Supermärkten Acerolasaft oder –pulver. In diesen Formen sind der Transport und die Weiterverarbeitung zu gemischten Fruchtsäften oder Nahrungsergänzungsmitteln wesentlich leichter.

Potentiell wirksame Inhaltsstoffe

Die Acerola-Kirsche wird für ihren äußerst hohen Gehalt an Vitamin C geschätzt. Während zum Beispiel Zitrusfrüchte ungefähr 50 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm Fruchtfleisch enthalten, besitzt eine vergleichbare Menge Acerola fast das Fünfunddreißigfache. Damit liegt sie in der absoluten Spitzengruppe der Vitamin C-Lieferanten. Vitamin C gilt als wichtig für das Immunsystem und bindet Freie Radikale im Körper. Außerdem ist es im Körper an der Bildung von Kollagen beteiligt, einem wichtigen Eiweißbestandteil des Bindegewebes.

Bild: © Marcio Branco/fotolia.com