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Artischocke

Förderung von Stoffwechsel und Fettverdauung

Allgemeines und Geschichte: Die Artischocke war bereits im alten Ägypten als Delikatesse und auch schon als Arzneipflanze bekannt. Auch bei den antiken Griechen und Römern war sie wichtiger Bestandteil großer Festmahle, da man ihre verdauungsfördernde Wirkung schätzte. Anfang des 15. Jahrhunderts setzte die im Mittelmeerraum heimische Pflanze ihren Siegeszug in Spanien, Frankreich, Großbritannien und im 19. Jhd. auch in den USA fort. Heute hat sie ihren festen Platz in der gehobenen Küche und ist aus der Medizin nicht mehr wegzudenken, 2003 wurde sie zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

Wissenschaftlicher Name: Cynara Scolymus

Etymologie: Ihr Name leitet sich aus dem Iberisch-Arabischen ab. Aus al-harsuf machten die Spanier alcachofa, die deutsche und englische Bezeichnung artischoke geht darauf zurück. Ganz selten findet sich im Deutschen der Begriff „Erdschocke“.

Botanik: Die Artischocke gehört zu Gattung der Korbblütler. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, wird die frostempfindliche, mehrjährige Pflanze heute auch in USA, Argentinien und für medizinische Zwecke sogar in Deutschland kultiviert. Charakteristisch sind ihre bis zu 2 Meter hohen Stängel und zartlila Blütenstände. Die dornigen, breiten Laubblätter sind an der Unterseite graufilzig behaart.

Artischocke

Genutzte Pflanzenteile: Als Feinschmeckergemüse werden besonders die ganz zarten Blütenknospen am Stiel und die fleischigen Teile der Blütenstände kurz vor dem Aufblühen verwendet, die sog Artischockenherzen und -böden. Medizinisch interessant sind die Blätter der Blattrosetten und ebenfalls die Blütenknospen, die frisch oder getrocknet zu Extrakten und Säften verarbeitet werden. Bekannt ist auch der Aperitiv Cynar, ein alkoholischer Auszug daraus.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe: In der Artischocke und in ihrem Extrakt sind Cynarin und Luteolin enthalten. Diese Bitterstoffe besitzen appetitanregende Eigenschaften, bringen die Leber- und die Gallensäfte in Bewegung und sind hilfreich bei Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden. Klinische Studien belegen, dass durch die Einnahme von Artischockenextrakten die Blutfettwerte, besonders das Gesamtcholesterin und die Triglyceride positiv beeinflusst werden. Speziell das Verhältnis des „schlechten“ LDL-Cholesterin zum „guten“ HDL-Cholesterin verbessert sich bei regelmäßigem Verzehr. Außerdem gibt es Hinweise, dass die Artischocke die Lebertätigkeit anregen, sie schützen und zum Teil sogar wieder regenerieren kann.

Bild: © Stéphane BOUILLAND/Fotolia