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Brennnessel

Besser als ihr Ruf

Die Brennnessel genießt allgemein keinen guten Ruf. Eine Berührung ihrer feinen Brennhaare ist sehr schmerzhaft und sorgt für unangenehme Quaddeln auf der Haut. Schon als Kind hat wohl jeder von uns mindestens einmal diese Erfahrung machen müssen und auch Hobbygärtner sollten sich vorsehen. Schließlich ist die Brennnessel recht anspruchslos und ausdauernd. Sie kann also fast überall wachsen und durch Abschneiden ist ihr auf Dauer kaum beizukommen.

Die Naturheilkunde kümmert dieser schlechte Ruf nicht. Die Brennnessel zählt zu den traditionellen Heilpflanzen und wurde schon im 1. Jahrhundert vor Christus vom römischen Dichter Catull lobend erwähnt. Auch die großen Namen der europäischen Heilkunst wie Dioskurides oder Pfarrer Sebastian Kneipp wollten nicht auf die Brennnessel verzichten. 1996 wurde die Brennnessel zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

Wortherkunft

Die „hervorstechendste“ Eigenschaft der Brennnessel wurde auch schon bei der Namensgebung berücksichtigt: Ihre Berührung sorgt für ein brennendes Gefühl auf der Haut. Das Wort Nessel lässt sich bis zum Althochdeutschen zurückverfolgen und ist mit dem Wort Netz verwandt. Die Bastfasern der Brennnessel wurden häufig zur Herstellung von netzartigen Geweben verwendet.

Brennessel

Botanik

Die Brennnessel (wissenschaftlicher Name: Urtica) ist eine Pflanzengattung mit ca. 45 Arten, von denen die Große und die Kleine Brennnessel in Deutschland am häufigsten anzutreffen sind. Die Große Brennnessel wird bis zu 1,5 Meter hoch, im Ausnahmefall sogar bis zu 3 Meter. Unter der Erde bildet sie ein netzartiges Rhizom und übersteht dadurch in vielen Fällen sowohl das wiederholte Abschneiden des oberirdischen Pflanzenteils als auch die Winterkälte. Ihre grünen Blätter sind von winzigen Brennhaaren überzogen, die mit Brennflüssigkeit gefüllt sind. Bei Berührung brechen die Haare und stechen mit den scharfkantigen Bruchstellen in die oberste Hautschicht. Dort sondern sie die Brennflüssigkeit ab und sorgen für schmerzhafte Quaddeln.

Genutzte Pflanzenteile

Je nach Anwendungsbereich kommen die Blätter, Wurzeln oder Samen der Brennnessel zum Einsatz. Besonders die Blätter sind in vielen Bereichen gefragt, zum Beispiel zur Zubereitung von Brennnesseltee. Sie lassen sich auch sehr gut als Gemüse zubereiten und schmecken leicht nussig. Vor den Brennhaaren muss man sich beim Verzehr nicht fürchten. Durch das Kochen oder auch nur durch den Kontakt mit einer Salatsauce werden die Brennhaare neutralisiert.

Potentiell wirksame Inhaltsstoffe

Brennnesselblätter enthalten zahlreiche wertvolle Vitalstoffe, unter anderem Calcium, Kalium, Magnesium, Vitamin A, Vitamin C, Eisen, Silicium und Flavonoide. Insbesondere wird die Brennnessel für ihre harntreibenden Eigenschaften geschätzt. Gerade ihr Tee soll häufig zur Unterstützung der Blase und zur Durchspülung der Nieren beitragen. Die Brennnesselwurzel gilt dagegen als Kräftigungsmittel, unter anderem wegen der enthaltenen Lignane.