15% Rabatt für jeden Einkauf ab 70€ (Vorteils-Nummer** 74120)

Cajeputbaum

Tief in der australischen Geschichte verwurzelt

Der Cajeputbaum ist in erster Linie in Australien und Teilen Südostasiens heimisch. In Europa ist er dagegen erst seit dem 17. Jahrhundert bekannt, als die Holländer ihn aus ihren Kolonien mitbrachten. So verwundert es nicht, dass die australischen Aborigines zuerst die Qualitäten des auch als Silberbaum-Myrtenheide bekannten Baums für sich nutzten. Sie behandelten Fieber und Atemwegsprobleme mit Cajeput, stellten aus dem flexiblen, belastbaren Holz Schilde her und deckten die Dächer ihrer Hütten mit Cajeputrinde. Die europäische Naturheilkunde weiß den Cajeputbaum besonders in der Aromatherapie zu schätzen. Dort wirkt er ähnlich wie seine botanischen Verwandten Eucalyptus und Teebaum

Wortherkunft

Das Wort „Cajeput“ lässt sich von der indonesischen Wendung kayu puti ableiten. Übersetzt bedeutet diese schlicht „weißer Baum“ und verweist auf die weißliche Rinde des Cajeput. Diese hat der Cajeputbaum zwar mit einigen anderen Myrtengewächsen gemeinsam, doch offensichtlich wirkte die Farbe seinerzeit so auffällig, dass sie zur Namensgebung herangezogen wurde. Als die Holländer den Cajeputbaum aus Indonesien nach Europa brachten, behielten sie diesen Namen bei.

Botanik

Der Cajeputbaum (wissenschaftlicher Name: Melaleuca leucadendra) wird für gewöhnlich 10 bis 15 Meter hoch und besitzt eine weiße Rinde aus zahlreichen dünnen Schichten. Seine länglichen grünen Blätter zieren das ganze Jahr über die herabhängenden Zweige und machen den Cajeputbaum in Australien und Südostasien zu einer beliebten Zierpflanze am Straßenrand. Die weißen, länglichen Blüten messen bis zu 15 Zentimeter. Die Samen befinden sich in kleinen, verholzten Kapselfrüchten.

Genutzte Pflanzenteile

Ab dem vierten Jahr nach der Anpflanzung können die Blätter und jungen Zweige des Cajeputbaums das ganze Jahr über geerntet werden. Die besten Resultate werden jedoch während der trockenen Zeit zwischen Mai und August erzielt. Normalerweise geschieht die Ernte von Hand. Anschließend werden die geernteten Pflanzenteile so bald wie möglich weiterverarbeitet. Meistens bedeutet dies, dass aus dem Cajeputbaum durch Wasserdampfdestillation sein ätherisches Öl gewonnen wird.

Potentiell wirksame Inhaltsstoffe

Das ätherische Öl des Cajeputbaums ähnelt in Duft und Wirkung stark dem ätherischen Öl des artverwandten Eucalyptus. Es besitzt antibakterielle Eigenschaften und unterstützt gereizte und beeinträchtigte Atemwege. Auf den Geist wirkt es klärend und zentrierend. Allerdings ist das Cajeputöl nicht für Schwangere, Babys und Kleinkinder geeignet und sollte auch bei spastischen Erkrankungen der Atemwege nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

© Bild: Dory F – shutterstock