Echinacea purpurea

Allgemeines und Geschichte: Die Echinacea ist ein Korbblütler und gehört zur Familie der Asteraceae. Ursprünglich beheimatet ist sie in Nordamerika. Indianerstämme haben sie dort schon früh als Heilpflanze zur allgemeinen Stärkung, bei Husten und Halsschmerzen eingesetzt. Die pulverisierte Wurzel wurde von den Dakotas sogar bei Schlangenbissen und anderen Verletzungen auf die Wunde gegeben. Ende des 19. Jahrhunderts kam die Pflanze auch nach Europa. Neben ihrer Rolle als Arzneipflanze ist sie eine sehr beliebte Staude, die aus vielen Gärten nicht mehr wegzudenken ist.

Etymologie: Andere Namen für die Echinacea sind Igelkopf, kleine Sonnenblume, Roter Sonnenhut. Der Name Echinacea leitet sich aus dem Griechischen vom Wort "echinos" für Igel ab - vermutlich wegen der „stacheligen“, an einen Igel erinnernden Blütenköpfe.

Echinacea

Wissenschaftlicher Name: Echinacea purpurea

Botanik: Der Purpursonnenhut wird über einem Meter hoch. Charakteristisch sind seine eiförmigen, am Rand gezähnten Blätter und wie der Name sagt, seine von blassrosa bis kräftig pinkfarbenen Blütenblätter. Blütezeit ist von Mai bis September. Als Heilkraut genutzt werden noch zwei weitere Arten, der schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia) und der blasse Sonnenhut (Echinacea pallida).

Genutzte Pflanzenteile: Arzneilich genutzt wird die gesamte Pflanze. Enthalten sind Polysaccharide (Arabinogalaktane), Alkamide, Kaffeesäurederivate wie das Echinacosid, sowie ätherische Öle, die in allen drei Arten in unterschiedlich hohen Anteilen enthalten sind.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe: Echinacea ist aus der traditionellen Naturheilkunde bekannt für ihre immunstimulierende Wirkung. Vor allem die Alkamide, Cichoriensäure und Polysaccharide sind dabei potentiell wirksam. Verwendet wird der Saft des Purpursonnenhutes innerlich bei wiederkehrenden Infekten der Atemwege, der ableitenden Harnwege, sowie zur Umstimmung bei beginnenden Infekten. Äußerlich kommt die Pflanze - vor allem in Form von Umschlägen - bei langwierigen Hauterkrankungen, auch aufgrund von Viren oder Pilzen, zum Einsatz.

© Bild: Hans-Joachim Schneider