15% Rabatt für jeden Einkauf ab 70€ (Vorteils-Nummer** 74120)

Gelber Enzian

Gentiana lutea

Allgemeines und Geschichte: Die Verwendung des Gelben Enzians in der Volksmedizin geht bis in die römische Kaiserzeit zurück. Als bittere Droge galt er damals als Fiebermittel. Im 15. Jhd. wurde die Wurzel als Quellstift zur Erweiterung von Wundkanälen genutzt. So verwundert es doch, dass diese Pflanze in späterer Zeit als lästiges Unkraut angesehen und von den Bauern fast ausgerottet wurde. Der Bestand des Gelben Enzian ist heute so gering, dass er unter Naturschutz steht. Für die Naturheilkunde ist übrigens der Gelbe Enzian bedeutender als der bekannte blaue Enzian.

Wissenschaftlicher Name: Gentiana lutea

Etymologie: Der Gattungsname des Enzian soll, so wird von Dioskurides berichtet, auf den illyrischen König Gentis zurückgehen, der ihn als Mittel gegen die Pest empfohlen hatte.

Volkstümliche Namen: Bergfieberwurzel, Bitterwurzel, Jänzene, Jäuse, Sauwurz, Zergang, Zinalwurz

Botanik: Anzutreffen ist der Gelbe Enzian in mittel- und südeuropäischen Gebirgen, z.B. in den Karpaten, dem Jura, den Alpen, den Pyrenäen aber auch im Schwarzwald. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 m hoch, hat einen kahlen aufrechten Stängel, große parallel-nervige Blätter mit kräftigen Blütentrieben und gelben Blüten. Während die Wurzeln im März, Oktober und November gesammelt werden, ist die Blütezeit von Juni bis August.

Gelber Enzian

Genutzte Pflanzenteile: Für die Naturheilkunde werden hauptsächlich die getrockneten und gereinigten Wurzeln genutzt. Interessant sind dabei die äußerst bitteren Secoiridoide mit Gentiopicrosid sowie geringere Mengen an Swertiamarin und Swerosid. Für den bitteren Geschmack ist das Amarogentin verantwortlich, das zu den bittersten Substanzen gehört. Außerdem sind Phytosterole, Phenolcarbonsäuren, Trisaccharide und Polysaccharide (Pektin) enthalten. Die Bitterstoffe sollen die Geschmacksknospen anregen und zu vermehrtem Speichel-, Magensaft- und Gallenfluss führen. Das zeichnet den Gelben Enzian als Droge bei Magen-Darmbeschwerden aus.

Bild: © Manfred Ruckszio/emer/fotolia.com