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Ginkgo

Erfahren Sie mehr über Herkunft und Wirkung des Ginkgo

Allgemeines und Geschichte

Die Urform des Ginkgo Baumes war bereits vor über 300 Millionen Jahren auf der Erde heimisch. Damals lebten weder Vögel noch Saurier. Wahrscheinlich gehen seine Ursprünge sogar auf das Zeitalter des Perm zurück, in dem Europa größtenteils noch vom Urmeer überflutet war. Versteinertes Ginkgo-Holz wurde in Vantage, USA gefunden und auf ca. 15 Mio. Jahre datiert.

Charles Darwin (1809-1882) Begründer der Selektionstheorie, hat den Ginkgo als letzten Überlebenden einer einst zahlreichen Gattung als "lebendes Fossil" bezeichnet. Was hat ihn so lange überleben lassen?

Ginkgo

Erfahrungen und Forschungsergebnisse zeigen, dass die Bäume extrem widerstandsfähig sind: Krankheiten, Insektenplagen, Pilze, Luftverschmutzung und sogar radioaktive Strahlung können ihm kaum etwas anhaben. So sind Bäume in unmittelbarer Nähe des Abwurfortes der Atombombe in Hiroshima ohne Anormalien wieder gewachsen, während um sie herum alles andere Leben ausgelöscht war. Seitdem gilt der Ginkgo, besonders im südostasiatischen Raum als Symbol der Hoffnung.

Botanik

Der älteste Ginkgobaum wächst in China und ist ungefähr 4000 Jahre alt. In entlegenen Bergtälern im chinesischen Reservat Tian Mu Shan wachsen derzeit ca. 200 - 250 uralte Ginkgobäume in natürlicher Weise am Ufer eines Flusses. Alle anderen Bäume weltweit sind von Menschenhand gepflanzt worden. Die sommergrünen Bäume werden etwa 20-40 m hoch. Im Frühjahr, Ende April/Anfang Mai entwickeln sich Blätter und Blüten. Eine botanische Besonderheit stellt die Zweihäusigkeit dar, d.h. es gibt männliche und weibliche Bäume. Bis zur ersten Blüte, nach ca. 30-40 Jahren, ist die Unterscheidung kaum möglich. Danach verrät meist die Wuchsform das Geschlecht: männliche Bäume wachsen eher in schlanker, kegelförmiger Säulenform, während die weiblichen Bäume vorwiegend in ausladender Kronenform vorkommen. An der charakteristischen Form der Blätter, die ein- bis mehrfach eingeschnitten sind, kann auch der Laie sehr schnell erkennen, um welchen Baum es sich handelt. Im Herbst verfärben sich die Ginkgoblätter goldgelb und fallen ab. Ginkgo biloba ist weder ein Laub- noch ein Nadelbaum, vielmehr bildet er eine eigene Pflanzenfamilie und vereint unter dem Namen „Ginkgoaceae" viele fossile Arten. Aufgrund der mittlerweile großen Nachfrage existieren inzwischen zahlreiche Ginkgo-Züchtungen für den Hobbygärtner.

Genutzte Pflanzenteile

Erst waren es nur Legenden, die sich um die Heilkräfte des Ginkgo rankten. So werden seit ca. dem 11 Jhdt. bis heute, in der Traditionellen chinesischen Medizin seine Rinde, die Blätter und Früchte für Heilzwecke genutzt. Mittlerweile gibt es weltweite Studien, die seine Heilkraft beweisen. Wissenschaftler fanden in den 60er Jahren heraus, dass ein speziell aus den Blättern gewonnener Extrakt bei Durchblutungsstörungen helfen kann. Positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper sollen auch die hohen Konzentrationen von Flavonoiden und Terpenoiden haben. In der Traditionellen Chinesischen Medizin setzen Chinesen die Samen des Ginkgo-Baumes bei Asthma, Tuberkulose und auch Nierenerkrankungen ein. In der Kosmetik wird der Ginkgoextrakt aufgrund seiner Eigenschaften als Radikalfänger geschätzt. Außerdem kann er dei Mikrozirkulation der Haut erhöhen und wirkt adstringierend und leicht bleichend.

Bild: © Zlatko Ivancok/fotolia.com