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Granatapfel

Erfahren Sie mehr über Herkunft und Wirkung des Granatapfels

Allgemeines und Geschichte: Zur Gattung gehören lediglich 2 Arten, die im südöstlichen Europa und östlich bis zum Himalaja zuhause sind, P. granatum - seit der Bronzezeit kultiviert - insbesondere im Mittelmeerraum bis Südtirol, in Vorderasien, Südafrika, Südostasien, China, Australien, den USA und Südamerika. Zunächst in erster Linie wegen der erfrischenden Frucht angebaut, finden auch andere Pflanzenteile Verwendung, z.B. in Ägypten und Marokko die Rinde zum Gerben von Leder.

Der Granatapfelbaum soll im Garten Eden geblüht haben. Der Granatapfel war Teil des Säulenschmucks im Tempel von König Salomon, wurde auf den Saum des Gewandes der Hohepriester gestickt und spielt noch heute als Symbol in der Architektur und bei einigen jüdischen religiösen Zeremonien eine wichtige Rolle.

Granatapfel

Der Sage nach ist auch die Krone König Salomons dem Blütenkelch nachempfunden (und bis heute in den Kronen europäischer Monarchien als Gestaltungselement enthalten), auch war dies die Frucht, die Paris der Aphrodite (in der römischen Mythologie Venus) überreichte. Celsus, Dioskurides und Plinius emfahlen die Wurzelrinde frisch oder getrocknet als Wurmmittel. Weitere medizinische Verwendungen der Frucht waren Dysenterie und Gicht sowie Geschwüre. Blüten und Rinde wirken zusammenziehend. Entsprechende Anwendungen zeigen die einschlägigen Kräuterbücher seit dem 16. Jahrhundert an. Als Wurmmittel bis Mitte des 20. Jahrhunderts angezeigt.

Wissenschaftlicher Name: Punica granatum L.

Etymologie: Der Gattungsname 'Punica' entstammt dem Lateinischen und bedeutet 'purpurrot, granatrot' nach der Farbe der Blüten und Früchte. 'Granatum' ist das lateinische Wort für 'Granatapfel'. Es kommt von 'granatus = mit Körnern, Kernen versehen' und von 'granum = Korn, Kern'. Die Frucht ist eine mit zahlreichen harten Samen gefüllte Beerenfrucht. Daraus leitet sich auch der deutsche Name ab.

Volkstümliche Namen: Granatapfelbaum, Granatbaum, Granatapfel, Granatwurzel.

Botanik: P. granatum ist ein aufrechter, ästiger, Strauch bis 1,5 m oder auch ein 3 bis 5 m hoher Baum mit kahlen, zuweilen verdornten Zweigen. Der Stamm ist zerklüftet und gedreht. Die Laubblätter sind meist gegenständig, büschelig angeordnet, sommergrün, einfach, hart und oval-lanzettlich mit starkem Mittelnerv. Die Blüten sitzen meist zu 1 bis 3 an den Zweigspitzen. Der Kelch ist korallenrot, die Kronblätter rot, die Staubfäden orangerot, die Staubbeutel goldgelb. Die Frucht ist eine apfelgroße, gefächerte, kugelige 1,6 bis 12 cm breite Scheinbeere mit anfangs rötlicher und später lederbrauner Schale. Die Samen sind stumpfeckig und bläulich-rot.

Genutzte Pflanzenteile: Medizinische Verwendung findet die Granatapfelbaumrinde. Das ist die getrocknete Stamm- Zweig- und Wurzelrinde von Punica granatum L.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe: in der Rinde Gerbstoffe und Piperidinalkaloide.

Bild: © Mauro Rodrigues/fotolia.com