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Pflanzenkunde

Grapefruit

4. Juli 2017
5 Minuten

Grapefruit - Botanik und Wirkung

Etymologie und Geschichtliches

Wissenschaftlicher Name: Citrus paradisi

Die Grapefruit erhielt Ihren Namen in Anlehnung an das englische Wort fĂŒr Trauben. Wahrscheinlich entstand der Name durch die Anordnung der FrĂŒchte am Grapefruit-Baum: Genau wie Trauben wachsen mehrere Grapefruits dicht nebeneinander.

Fruit lautet die englische Bezeichnung fĂŒr Frucht, also handelt es sich bei der Grapefruit im wörtlichen Sinne um eine „Traubenfrucht“. Oft wird die Grapefruit im Volksmund auch als Pampelmuse bezeichnet, doch dies ist botanisch nicht korrekt.

Aller Wahrscheinlichkeit nach entstand die Grapefruit im 18. Jahrhundert durch eine zufĂ€llige Kreuzung aus Pampelmuse und Orange. 

 Der Seefahrer KapitĂ€n Shaddock soll entscheidend zu ihrer Verbreitung beigetragen haben, doch ob dieser KapitĂ€n ĂŒberhaupt je gelebt hat, ist umstritten. Historisch verbĂŒrgt ist dagegen, dass die Grapefruit zunĂ€chst als Paradiesfrucht oder „verbotene Frucht“ bekannt war.

Was zunĂ€chst nur eine Anspielung auf die Schöpfungsgeschichte darstellte, kann inzwischen auch auf die Arzneimittelforschung ĂŒbertragen werden: Der Verzehr von Grapefruit kann die Wirkung verschiedener Medikamente beeinflussen und ist deshalb manchen Patienten verboten. In der Aromatherapie wird die Grapefruit dagegen sehr geschĂ€tzt.

Botanik der Grapefruit

Die Grapefruit wĂ€chst an einem fĂŒnf bis sechs Meter hohen Baum mit langen dunkelgrĂŒnen BlĂ€ttern. Die Grapefruit selbst ist entweder gelb mit gelbem Fruchtfleisch oder orange mit rotem oder rosĂ©farbenen Fruchtfleisch.

Die Grapefruit kann vor allem im Herbst und im Winter geerntet werden. Kommerziell angebaute Grapefruits besitzen im Normalfall keine Kerne. In den meisten SupermĂ€rkten sind vor allem Grapefruits mit rotem Fruchtfleisch anzutreffen.

Vorkommen / Verbreitung

Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im SĂŒden der USA, im Mittelmeerraum, und in SĂŒdafrika. 

Inhaltsstoffe und deren potentielle Wirkung

Grapefruits gelten vor allem aufgrund ihres Vitamin C-Gehalts als gesund. Dadurch unterstĂŒtzen sie das Immunsystem und helfen dem Körper dabei, Freie Radikale abzufangen und oxidativen Stress zu vermeiden.

Zudem versorgt eine Grapefruit den Körper mit nennenswerten Mengen Kalium, Calcium und Magnesium. Die Aromatherapie schĂ€tzt das Ă€therische Öl der Grapefruit fĂŒr seine anregenden und vitalisierenden Eigenschaften.

Auch die Kerne der Grapefruit werden naturheilkundlich genutzt. Grapefruitkernextrakt soll dem Körper UnterstĂŒtzung im Kampf gegen verschiedene Viren, Parasiten und Pilze bieten, zum Beispiel gegen den Darmpilz Candida.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in der Grapefruit

Die folgenden Werte geben den ungefĂ€hren durchschnittlichen NĂ€hrstoffgehalt in 100 Gramm essbarem Anteil der Grapefruit an. "0" kann dabei bedeuten, dass keine Daten verfĂŒgbar oder die Mengen vernachlĂ€ssigbar gering sind.

Die tatsÀchlichen Werte können je nach Jahreszeit, Herkunft, Transport, Lagerung, Zubereitung u.a.m. abweichen.

Vitamin A in ÎŒg1,9
Vitamin B1 (Thiamin) in mg0,05
Vitamin B2 (Riboflavin) in mg0,03
Vitamin B3 (Niacin) in mg0,2
Vitamin B5 (PantothensÀure) in mg0,25
Vitamin B6 (Pyridoxin) in mg0,03
Vitamin B7 (Biotin) in ÎŒg0
Vitamin B9 (FolsĂ€ure) in ÎŒg11
Vitamin B12 (Cobalamin) in ÎŒg0
Vitamin C in mg44
Vitamin D in ÎŒg0
Vitamin E in mg0,3
Vitamin K in ÎŒg3
Calcium in mg24
Chrom in ÎŒg1
Eisen in mg0,2
Fluor in mg0,02
Jod in ÎŒg1,3
Kalium in mg148
Kupfer in mg0,04
Magnesium in mg10
Mangan in mg0,03
Natrium in mg2
Phosphor in mg16
Selen in ÎŒg1
Zink in mg0,04

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Genutzte Pflanzenteile

Die Grapefruit wird ĂŒberwiegend von Hand geerntet. FĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Festigkeit wird die Grapefruit dann mehrere Tage liegen gelassen, bevor sie von Maschinen gereinigt wird.

Die Grapefruit reift nach dem PflĂŒcken nicht mehr nach. Das Fruchtfleisch und die Schale der Grapefruit sind fĂŒr den Verzehr geeignet. Allerdings werden die FrĂŒchte oft nach der Ernte noch mit chemischen Wirkstoffen behandelt. Dann sollte die Schale nicht mehr gegessen werden.

Das Ă€therische Öl der Grapefruit wird aus den Schalen von unbehandelten FrĂŒchten gewonnen.

Hinweise

Grapefruits, Grapefruitsaft oder Zubereitungen daraus können Wechselwirkungen mit Arzneimitteln hervorrufen.

"Sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker auf mögliche Wechselwirkungen an, wenn Sie Medikamente einnehmen mĂŒssen und Grapefruits oder ihren Saft konsumieren wollen." (apotheken-umschau.de)

Allgemeines

Vom Verzehr oder der Anwendung selbst gesammelter oder angebauter Pflanzen, die man nicht oder nicht ausreichend kennt, oder Zubereitungen daraus, ist grundsĂ€tzlich abzuraten. Selbst Pflanzen, die im Allgemeinen als genießbar und ungefĂ€hrlich gelten, können bei entsprechender Dosierung oder bei Schadstoffbelastung, durch die Zubereitung oder beispielsweise bei Allergien schĂ€dlich wirken. Oft besteht auch Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren und gefĂ€hrlichen Pflanzen. Holen Sie stets professionellen Rat von einer Fachperson, einem Arzt oder Apotheker ein.

NahrungsergĂ€nzungsmittel sind kein Ersatz fĂŒr eine abwechslungsreiche, ausgewogene ErnĂ€hrung und eine gesunde Lebensweise.

Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich dem allgemeinen Überblick - ohne Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit - und/oder der Unterhaltung. Die Inhalte dieser Seite ersetzen bei medizinischen Problemen oder Themen keinesfalls die professionelle Beratung durch einen Arzt. Suchen Sie bei medizinischen Problemen einen Arzt auf.

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Bild: © M.Studio/fotolia.com

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