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Hagebutte

Ein Männlein steht im Walde

„Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm.“ So beginnt ein bekanntes Kinderlied, in dem der Liedtext von Heinrich Hoffmann von Fallersleben ein Rätsel stellt. Wer ist dieses stumme Männlein mit purpurnem Mantel und schwarzer Kappe, das auf einem Bein im Wald steht? Die Antwort: Es ist die Hagebutte. Nicht nur durch das Kinderlied ist sie fest in der deutschen Kultur verankert. Im Aberglauben soll sie vor Krankheit und vor der Verhexung des Viehs bewahren und auch in der Naturheilkunde hat sie eine lange Tradition.

Wortherkunft

Die Hagebutte ist die Frucht der Heckenrose und dies findet sich auch in ihrem Namen wieder. Hag ist eine altertümliche Bezeichnung für eine Hecke oder ein Gebüsch. Als Butte wurde das Kerngehäuse verschiedener Früchte bezeichnet. Dies verweist auf die zahlreichen kleinen Nüsschen oder Kerne, die im Inneren jeder Hagebutte zu finden sind.

Hagebutte

Botanik

Die Heckenrose trägt im Herbst zahlreiche Hagebutten, die normalerweise auch den Winter überdauern. Hagebutten sind in Form, Farbe und Größe sehr unterschiedlich. Doch die bekannteste Variante ist orangefarben oder rot und leicht eiförmig. Jede Hagebutte enthält mehrere kleine Nüsschen oder Kerne. Die Nüsschen sind mit kleinen Härchen überzogen, die bei Hautkontakt Juckreiz auslösen können. Die Nüsschen sind die eigentlichen Früchte der Heckenrose. Die Hagebutte wird normalerweise als Scheinfrucht bezeichnet.

Genutzte Pflanzenteile

Die Hagebutten werden meistens im späten Herbst geerntet, am besten nach dem ersten Frost. Die niedrigen Temperaturen sorgen dafür, dass die Früchte weicher werden und sich die Kerne leichter aus der Frucht lösen lassen. Für die naturheilkundliche Verwendung sind vor allem die Schale und das Fruchtfleisch von Bedeutung. Sie können getrocknet und zu Hagebuttenpulver verarbeitet oder in unbehandelter Form verwendet werden. Aus den Nüsschen lässt sich ein Öl gewinnen, welches in der Hautpflege eingesetzt wird.

Potentiell wirksame Inhaltsstoffe

Die Hagebutte enthält sehr viel Vitamin C. Zudem enthält sie den Radikalenfänger Lycopin, der auch in Tomaten und Wassermelonen zu finden ist. Da die Pektine und Fruchtsäuren der Hagebutte eine leicht abführende Wirkung aufweisen, sorgt Hagebuttentee oder –mus für die Durchspülung von Blase und Nieren. Aktuell wird die Wirkung von Hagebuttenpulver bei Gelenkproblemen wie Arthrose untersucht. Das enthaltene Galaktolipid soll dabei eine wichtige Rolle spielen.