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Karde

Erfahren Sie mehr über Herkunft und Wirkung der Karde

Geschichte

Der Volksmund nennt die Karde auch Venusbad. Ihre mit dem Stängel verwachsenen Blätter bilden eine muldenartige Vertiefung, in der sich Wasser sammelt. Mädchen, die sich mit diesem Wasser ihr Gesicht waschen, sollen besonders schön werden.

Wahr oder unwahr tatsächlich hat sich schon so mancher Wanderer an heißen Tagen an diesem Wasser laben können. Eine andere volkstümliche Bezeichnung ist Weberkarde, weil die getrockneten Blütenkopfe zum Vorkämmen der Wolle genutzt wurden. Das Wappen der englischen Tuchmacherzunft besteht sogar aus drei überkreuzten Karden.

Karde

Eigenschaften

Obwohl sich die Volksmedizin verschiedener Kulturen schon lange mit den positiven Eigenschaften dieser Pflanze beschäftigt, ist sie wissenschaftlich noch wenig erforscht. Enthalten sind jedoch das Glykosid Scabiosid, Iridoide, Saponine, organische Säuren und Kalisalze, Bitterstoffe und Tannin. Der Karde werden schweißtreibende, harntreibende und magenwirksame Eigenschaften nachgesagt. Aus der Wurzel wird entweder eine alkoholische Tinktur hergestellt, die getrocknete Wurzel vermahlen oder kleingeschnitten und als Teedroge verwendet.

Anwendung

Die Volkskunde nutzt die Wurzeln der Karde in vielfältiger Weise. Die Traditionelle Chinesische Medizin empfiehlt die innerliche Anwendung zur Reinigung und Anregung des Immunssystems, zur Stärkung der Leber- und Nierentätigkeit sowie bei Gelenkproblematiken. Die westliche Volkskunde sieht die äußerliche Anwendung ebenfalls bei Gelenk- und Muskelthemen, sowie zur Pflege der Haut. Überliefert ist auch die Anwendung als Bleichmittel bei Sommersprossen.

Wissenswertes

Die Karde gehört zur eigenen Gruppe der Kardengewächse (Dipsacaceae). Charakteristisch ist ihr mit Dornen besetzter Stiel und ihr Distelähnlicher Blütenkopf. Von Juni bis Oktober erscheinen dort hübsche lila Blüten. Bei Wanderungen durch die Natur ist es gut möglich, dass Sie der Karde begegnen. Die in Mitteleuropa weit verbreitete Pflanze ist besonders auf kargen Steinböden und in sonnigen Lagen anzutreffen.

Literaturhinweis:
Die Kräuter in meinem Garten, Siegrid Hirsch & Felix Grünberger, Weltbild
Mit Pflanzen verbunden, Wolf-Dieter Storl, Kosmos

Bild: © Jutta Miller-Nowikow/Bärbel Drexel GmbH