15% Rabatt für jeden Einkauf ab 70€ (Vorteils-Nummer** 74120)

Mandarine

Von China in den Weihnachtsstrumpf

Ursprünglich war die Mandarine in Südostasien beheimatet. Schon für das 12. Jahrhundert v. Chr. lässt sich ihre Existenz nachweisen. Während sie in Asien weit verbreitet war, schaffte die Mandarine erst spät den Sprung nach Europa und Amerika. Lange Zeit war der Transport zu beschwerlich für die empfindlichen Früchte und Pflanzen. Erst 1805 gelang dem Briten Sir Abraham Hume die Einfuhr nach Europa. Durch japanische Einwanderer etablierte sich die Mandarine in den USA sehr schnell und gelangte zu großer kultureller Bedeutung. Zunächst erhielten die Einwanderer Mandarinen von ihren Verwandten in Japan. Diese sollten als Geschenk zum neuen Jahr Glück bringen. Schnell breitete sich dieser Brauch auch bei US-Amerikanern ohne japanische Wurzeln aus und wurde an die amerikanische Kultur angepasst. Seitdem ist es in den USA üblich, Mandarinen zu Weihnachten zu verschenken und sie in den an der Wand hängenden Weihnachtsstrümpfen zu platzieren.

Wortherkunft

Im chinesischen Kaiserreich trugen hohe Staatsbeamte den Titel Mandarin. Von diesem Ehrentitel leitet sich auch der Name der Mandarinen-Frucht und des zugehörigen Baums ab. Welcher Zusammenhang genau zwischen den Staatsbeamten und den orangefarbenen Früchten besteht, ist unklar. Eine gängige Theorie besagt, dass die Mandarinen-Frucht im Kaiserreich nur den Eliten vorbehalten war. Folglich würde die Mandarine ihren Namen tragen, weil sie vor allem von den (menschlichen) Mandarinen gegessen wurde.

Botanik

Der Mandarinen-Baum (wissenschaftlicher Name: Citrus reticulata) ist in verschiedenen Varianten anzutreffen, die sich insbesondere nach der Größe und nach Form und Geschmack der Frucht unterscheiden. Die meisten Mandarinen-Bäume sind immergrün und ungefähr 2-5 Meter hoch. Ihre Zweige tragen eine geringe Zahl kleiner Dornen. Die schmalen Blätter laufen an beiden Enden spitz zu. Die Früchte haben einen Durchmesser von 4-8 Zentimeter. Ihre Schale ist außen grün oder orange und innen weiß.

Genutzte Pflanzenteile

Die Mandarinen-Früchte sind für die Lebensmittel-Industrie ebenso interessant wie für die Aromatherapie. Wenn sie reif sind, müssen die Mandarinen möglichst bald gepflückt werden, damit sie nicht verderben. In der Regel werden die Früchte von Hand gepflückt. Anschließend werden sie fünf Tage gelagert, damit die Schale Wasser verliert und dadurch widerstandsfähiger wird. Nach dem Pflücken reifen Mandarinen nicht mehr nach. Die Ernte erfolgt normalerweise im Herbst.

 Potentiell wirksame Inhaltsstoffe

Als Nahrungsmittel sind Mandarinen gute Lieferanten von Vitamin C und Kalium. Auch Vitamin A ist in nennenswerter Menge enthalten. Das ätherische Öl der Mandarine wird aus den Schalen gewonnen und besitzt bei der Anwendung im Rahmen der Aromatherapie entspannende und aufmunternde Eigenschaften. Außerdem soll es den Appetit anregen und die Verdauung fördern.

© Bild: Jiri Hera – Fotolia