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Patchouli

Der "Duft von Kaschmir"

Lange Zeit war der Duft des Patchouli den Europäern so gut wie unbekannt. Während die Pflanze in Asien schon seit Jahrhunderten bei buddhistischen Zeremonien verbrannt wurde und in der Traditionellen Chinesischen Medizin Anwendung fand, erreichte sie Europa erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Anschließend dauerte es nicht mehr lang, bis sie auf kuriose Weise ihren Siegeszug startete. Zu dieser Zeit begannen die Europäer, Kaschmir-Schals aus Asien zu importieren. Diese edlen Schals wurden für den Transport mit Patchouli bestreut, da der Duft der Pflanze Motten abhielt und so den Stoff schützte. Die Europäer kannten zwar den Grund des Patchouli-Duftes nicht, fanden ihn aber faszinierend. So galt er als Qualitätsmerkmal und war ein Mittel, um echte Kaschmir-Produkte von Imitaten zu unterscheiden. Diese Verwendung von Patchouli ist inzwischen überholt, doch die Aromatherapie weiß den balsamischen Duft der Pflanze auch heute noch zu schätzen.

Wortherkunft

Die Herkunft des Wortes Patchouli ist nicht abschließend geklärt. Wahrscheinlich leitet sich der Name von den tamilischen Begriffen pachai und ilai ab. Zusammen bedeuten sie so viel wie „grünes Blatt“. Der Duden empfiehlt für die deutsche Sprache zwar die Schreibweise Patschuli, doch diese ist im Vergleich zu Patchouli deutlich weniger gebräuchlich.

Botanik

Patchouli (wissenschaftlicher Name: Pogostemon) bezeichnet eine Gattung von 40 bis 90 Pflanzen, welche in Asien und Afrika in tropischen Gebieten wachsen. Es handelt sich um krautige Pflanzen mit behaarten, eiförmigen Laubblättern. Die Ränder der Blätter sind gezahnt. Die Blüten der Pflanze stehen in Rispen oder Trauben eng beieinander. Patchouli trägt kleine, glatte Früchte oder Nüsschen.

Genutzte Pflanzenteile

Der Patchouli-Duft wird vor allem aus dem Indischen oder aus dem Javanischen Patchouli gewonnen. Dieser wird fast ausschließlich gezielt angebaut und wächst nur noch selten wild. Bis zu drei Mal im Jahr können die Spitzen der Patchouli-Pflanze geerntet werden. Um die anschließende Extraktion der ätherischen Öle zu erleichtern, werden sie nach der Ernte für ein paar Tage getrocknet. Im Vergleich zu den meisten anderen Pflanzen liefert Patchouli relativ große Mengen ätherisches Öl. Für einen Liter des beliebten Öls benötigt man etwa 50 Kilo Ausgangsmaterial.

Potentiell wirksame Inhaltsstoffe

Die ätherischen Öle des Patchouli werden auch heute noch zur Vertreibung von Insekten eingesetzt. Außerdem wird der Patchouli-Duft immer noch mit der Hippie-Bewegung und Flower-Power-Kultur der 1960er-Jahre in Verbindung gebracht. In der Aromatherapie wird das ätherische Öl angewendet, um Zufriedenheit und Sicherheit zu vermitteln. Darüber hinaus ist das erdige Öl gut zur Hautpflege geeignet.

© Bild: wasanajai – shutterstock