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Ringelblume

Erfahren Sie mehr über die Herkunft und Wirkung der Ringelblume

Allgemeines und Geschichte: Zur Gattung gehören 12 Arten, die in Europa bis zum Iran und den Nordafrika vorgelagerten Inseln zuhause sind, C. officinalis ist unsicheren Ursprungs aber in geeigneten Klimazonen weltweit kultiviert. Ob die Ringelblume in der Antike schon als Heilpflanze bekannt war, ist insofern ungewiss als dass die Griechische Bezeichnung 'klymenon' für verschiede Pflanzen verwendet wurde. Im 12. Jahrhundert taucht sie aber verbindlich bei Hildegard von Bingen auf und ist seither in allen einschlägigen Kräuter- und Arzneibüchern beschrieben. Um 1660 schreibt der Arzt Becher, dass die Ringelblume Herz und Leber beisteht, Schweiß und Gift treibt, die Geburt fördert, ‚der Frauen Zeit treibt' und man ein Wasser, Essig und Conseco' daraus bereitet. Später kam die Verwendung der Pflanze bei (Krebs)Geschwüren und ansteckenden Krankheiten in Mode. Eleanour Sinclair Rohde's 'Old English Herbals' verweist auf die Färbekraft der Blüten: "Solche, die nicht zufrieden sind mit der natürlichen Farbe, die ihnen Gott gegeben, färben sich das Haar gelb mit den Blüten dieses Krautes". In der Volksmedizin hat die Ringelblume eine Vielzahl von Anwendungen und Verwendungsformen gefunden. So galt sie in vielen Ländern auch als Liebesblume.

Wissenschaftlicher Name: Calendula officinalis L.

Ringelblume

Etymologie: Der Gattungsname 'Calendula' kann vom lateinischen Wort 'calendae = der Monatserste' hergeleitet werden, kommt möglicherweise aber auch von der gelben Krone, hergeleitet vom Wort 'caltula = Kleid von gelber Farbe', oder von der Verwendung der Blüten zu Blumenkränzen oder -körben, hergeleitet vom Wort 'calathus = geflochtener Korb'. Der Zusatz 'officinalis = offizinell' kam erst zu Linnés Zeiten auf und verweist auf die medizinische Verwendung. In Frankreich wird 'officinal' 1733 in einem Drogenbuch genannt. Die Bedeutung des französischen Wortes 'officine' für 'Apotheke, Labor ' ist allerdings erst seit 1812 belegt. Der deutsche Name 'Ringelblume' bezieht sich auf die inneren ringförmig gewundenen Früchte der Pflanze.

Botanik: C. officinalis ist meist einjährig, selten zweijährig, 30 - 50 cm hoch, mit einer etwa 20 cm lange Pfahlwurzel und zahlreichen dünnen Nebenwurzeln. Der Stängel ist aufrecht und ästig verzweigt, kantig und flaumig behaart. Die wechselständigen Blätter sind spatelförmig bis länglich, lanzettlich und filzig behaart. Jeder Stängel trägt an seiner Spitze ein 5 bis 7 cm großes Blütenköpfchen. Das Innere des Köpfchens bilden orangefarbene trichterförmige Röhrenblüten. Früchte, sichelförmige, gekrümmt bis geringelte Achänen, werden nur von den weiblichen Strahlenblüten ausgebildet.

Genutzte Pflanzenteile: Ringelblumenkraut sind die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile und Ringelblumenblüten sind die Randblüten der völlig entfalteten gesammelten und getrockneten Blütenköpfchen von Calendula officinalis.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe: Im Kraut Triterpensaponine, Flavonoide, Carotinoide und ätherisches Öl, in den Blüten Triterpensaponine, Triterpenalkohole (u.a. Lupeol, Taraxasterol, Faradiol, Arnidiol), Flavonoide, Hydroxycumarine (u.a. Scopoletin, Umbelliferon, Aesculetin), Carotinoide, ätherisches Öl und wasserlösliche Polysaccharide.

© Bild: Ina Funke/pixelio.de