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Rosskastanie - Botanik und Wirkung

Rosskastanie

Etymologie und Geschichtliches

Der Gattungsname 'Aesculus' wurde der Pflanze von Linné nach einer von Plinius als 'aesculus' bezeichneten Eichenart gegeben.

Er wird mit dem lateinischen Wort 'edere = essen' in Zusammenhang gebracht (obgleich die Früchte der Rosskastanie im Gegensatz zu denen der Esskastanie NICHT essbar sind).

Die Artenbezeichnung 'hippocastanum = Rosskastanie' ist ein von Linné adaptierter Name aus alten Bezeichnungen für die Pflanze, bezugnehmend auf die ursprüngliche Verwendung als Pferdeheilmittel.

Wissenschaftlicher Name: Aesculus hippocastanum L.

Volkstümliche Namen sind Foppkastanie, (gemeine) Rosskastanie, Jude(n)kest, Pferdekastanie, Saukastanie, Vixirinde, weiße Rosskastanie oder wilde Kastanie.

Die Rosskastanie gelangte erst im 16. Jahrhundert durch die Türken ins mittlere und westliche Europa. Sie führten die Samen als Pferdefutter und als Mittel gegen den Husten der Pferde mit sich. 


Botanik der Rosskastanie 

A. hippocastanum ist ein bis 35 m hoher sommergrüner Baum mit großer, regelmäßiger und dicht belaubter Krone. Die Wurzeln sind glatt und von großer Ausbreitung.

Der Stamm ist anfangs glatt, später mit dünnschuppig abblätternder, graubraun oder grauschwarz rissiger Borke. Die Laubblätter sind 5- bis 7-zählig gefingert und sitzen auf bis 20 cm langen Stielen.

Die Blüten sind steif aufrechte, kegel- oder lang-eiförmige weiße Rispen (Kronblätter mit anfänglich gelbem, später rotem Fleck). Der dreifächrige Fruchtknoten ist samtig und behaart. Die gelbgrüne Kapsel ist kugelig, weichstachelig und fein behaart.

Die Samen sind flachkugelig, glänzend braun, mit großem gelblichgraubraunem Nabelfleck und derber Schale.

Vorkommen / Verbreitung

Zur Gattung gehören 13 Arten, die in Europa, Indien und Ostasien sowie Nordamerika zuhause sind, A. hippocastanum insbesondere in den Gebirgen Griechenlands, in Bulgarien, im Kaukasus, Iran und Himalaya.

Durch Kultur verbreitet in Europa bis zu den Britischen Inseln, Dänemark, Skandinavien und Russland. 


Inhaltsstoffe und deren potentielle Wirkung

Potentiell aktive Inhaltsstoffe der Rosskastanie sind Triterpensaponine (Aescin) (in den Samen), Hydroxycumarine (Aesculin, Fraxin, Scopolin u.a.), Oligo- und Polysaccaride (in den Samen), Flavonoide, Gerbstoffe und fettes Öl (in den Samen).

"Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) enthält Substanzen, die wahrscheinlich die Gefäßwände abdichten und Entzündungen eindämmen können. Sie kommt bei einer leichten Venenschwäche oder bei Krampfadern aber nur ergänzend zur Standardtherapie infrage." (apotheken-umschau.de)

Volksmedizinisch wurde vor allem die Rinde gegen Fieber (anstelle Chinarinde), als Hustenmittel, zur Stärkung und als Schnupfmittel bei Migräne verwendet. Das Öl der Früchte fand Anwendung bei Gicht und Rheuma.

Genutzte Pflanzenteile

Genutzt werden die getrockneten Rosskastanienblätter und deren Zubereitungen (z.B. Tees und Extrakte), das bei der Extraktion der geschälten Samen anfallende Rosskastanienöl sowie die getrockneten Rosskastaniensamen.


Hinweise

"Wer gerinnungshemmende Mittel einnehmen muss, darf Rosskastanie nur in Rücksprache mit dem Arzt verwenden." (apotheken-umschau.de)

Allgemeines

Vom Verzehr oder der Anwendung selbst gesammelter oder angebauter Pflanzen, die man nicht oder nicht ausreichend kennt, oder Zubereitungen daraus, ist grundsätzlich abzuraten. Selbst Pflanzen, die im Allgemeinen als genießbar und ungefährlich gelten, können bei entsprechender Dosierung oder bei Schadstoffbelastung, durch die Zubereitung oder beispielsweise bei Allergien schädlich wirken. Oft besteht auch Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren und gefährlichen Pflanzen. Holen Sie stets professionellen Rat von einer Fachperson, einem Arzt oder Apotheker ein.


Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

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