15% Rabatt für jeden Einkauf ab 70€ (Vorteils-Nummer** 74120)

Shea

Erfahren Sie mehr über die Herkunft und Wirkung von Shea

Allgemeines und Geschichte: Zu dieser Gattung gehört lediglich 1 Art, die Savannengebiet von Westafrika bis zum oberen Nil zuhause ist. Es gibt zwei Unterarten: Vitellaria paradoxa subsp. paradoxa (nur in Westafrika) und Vitellaria paradoxa subsp. nilotica (nur in Ostafrika). Der Fettanteil der Samen wird in den Verbreitungsgebieten zu Schibutter verarbeitet, die als Kochfett, aber auch als Grundlage für Kosmetika, Seifen etc. dient. Bei der traditionellen Herstellungsweise wird die Schibutter nach dem Waschen und Zerstampfen der Samen durch Kochen in Wasser und nachfolgendes Abschöpfen des oben schwimmenden Öls gewonnen. Schibutter ist, auch in tropischer Hitze, bis zu 4 Jahre haltbar. Aber auch andere Teile des Baumes finden breite Verwendung. Ein Dekokt aus Blättern und Zweigrinde wird an der Elfenbeinküste gegen als Spülmittel Mundfäule genommen. Als Bad oder als Trank soll es Rheuma lindern. Das Wurzeldekokt wird zusammen mit anderen Pflanzen als Mittel gegen weibliche Unfruchtbarkeit eingesetzt.

Shea

Im Nordosten von Ghana dient ein Dekokt gekochter Rinde als warmer Umschlag zum Erweichen von Furunkeln und zur Beschleunigung von Geburten und wird bei Durchfall verwendet. In Kamerun werden Wunden, Verbrennungen und Brüche mit gekochten Blättern belegt. Die Schibutter dient in verschiedener Weise auch magischen Zwecken.

Wissenschaftlicher Name: Vitellaria paradoxa Gaertn. f. (syn. Butyruspermum parkii (G. Don.) Kotschy).

Etymologie: Der Gattungsname kommt vom lateinischen Wort 'vitellum, vitellus - Eidotter' und bezieht sich auf den Vergleich des in den Samen mit bis zu 60% enthaltenen Fetts mit Eigelb. Das lateinische Wort 'paradoxus' ist vom griechischen 'paradoxods' und bedeutet mit den Elementen 'para - neben, über ... hinaus' und 'doxa - Lehre, Meinung' etwas 'Seltsames, Paradoxes'. Damit wurde auf Probleme der taxonomischen Zuordnung der Arten dieser Gattung Bezug genommen.

Volkstümliche Namen: Karitébaum, Sheanussbaum, Schibutterbaum, afrikanischer Butterbaum.

Botanik: V. paradoxa ist ein knorriger Baum, 12 - 25 m, mit dicker, korkiger und tief aufspringender Stammrinde hat. Die relativ großen und ledrigen Blätter sitzen büschelartig an den Zweigenden. Sie sind länglich, oben etwas breiter und vorne meistens rund. Der Rand ist wellig. Junge Blätter sind dicht mit einem rostroten Filz bedeckt, später glatt. Die Blüten bilden kopfartige Büschel aus bis zu 100 Blüten, die sich aufrecht oder hängend an den Zweigenden befinden. Sie sitzen auf 1,5-2,5 cm langen Stielen und sind weiß bis cremefarben. Die Steinfrüchte haben einen Durchmesser von etwa 3,5 cm, mit 1 mm dicker Schale, größtenteils einsamig. Im Fruchtfleisch befinden sich die bräunlich glänzenden und krustigen Samen.

Genutzte Pflanzenteile: Verwendung findet vor allem das aus den Samen gepresste oder durch Kochen isolierte Öl.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe: Schibutter besteht aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und ihren Glyceriden. Hauptkomponenten sind Triglyceride mit Stearin- und Ölsäure und freie Sterole, Vitamin E, Beta-Karotin und Allantoin. In anderen Pflanzenteilen finden sich toxische Triterpen-Saponine.

Bild: © Danielle Austin/fotolia