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Spargel

Die gesunde Delikatesse

In der Gegend von Trier wurde vor einigen Jahren ein Preisschild für Spargel gefunden, das aus dem 2. Jahrhundert stammt. Damals war Spargel im römischen Reich längst als gesund bekannt und als natürliches Mittel bei verschiedenen Leiden beliebt. Auch in China, Ägypten und Griechenland wusste man den Spargel damals schon zu schätzen. Unter anderem empfahl ihn der bekannte griechische Arzt Dioskurides, der dem römischen Reich diente, wegen seiner harntreibenden Wirkung.

Der Untergang des römischen Reichs bedeutete auch den Rückzug des Spargels aus Deutschland. Erst für das 16. Jahrhundert ist wieder Spargelanbau auf deutschem Gebiet belegt. Damals wie heute galt der Spargel als Delikatesse.

Spargel

Wortherkunft

Die deutsche Bezeichnung Spargel lässt sich über das Lateinische auf den griechischen Begriff aspáragos zurückführen. Aspáragos bedeutet so viel wie „junger Trieb“ und verweist auf den Teil der Pflanze, der normalerweise zum Verzehr genutzt wird. Das Wort Spargel ist in der deutschen Sprache zum ersten Mal im 16. Jahrhundert überliefert – etwa zeitgleich mit dem „Comeback“ des Spargels als Delikatesse.

Botanik

Der Gemüsespargel (wissenschaftlicher Name: asparagus officinalis) ist eine krautige Pflanze mit oft senkrecht nach oben wachsenden, sich verzweigenden Stängeln. In den Verzweigungen des Stängels wachsen häufig kleine Blätter. An der Basis der Blätter befinden sich kleine Dornen. Der Spargel kann rote Beeren tragen, die für den Menschen leicht giftig sind und Erbrechen und Bauchschmerzen hervorrufen können.

Genutzte Pflanzenteile

Für den Verzehr eignen sich die jungen Spargeltriebe, die jedes Jahr im Frühjahr – meistens von Hand – geerntet werden. Die Erntezeit wird oft auch als Spargelzeit bezeichnet. Sobald der Spargeltrieb aus der Erde ragt, wird er ausgegraben und mit einem speziellen Messer „gestochen“. So werden ca. 25 Zentimeter lange Spargelstangen geerntet. Das Ende der Spargelsaison ist traditionell am 24. Juni, dem Johannistag. Das liegt daran, dass jede geerntete Spargelstange eigentlich der Stängel der Spargelpflanze ist. Jeder Pflanze wird also bei der Ernte jedes Jahr mehrfach der Großteil des Stammes abgeschnitten. Indem man das Ende der Spargelzeit auf den 24. Juni legt, gibt man der Spargelpflanze die Chance, sich bis zum ersten Frost von dieser Belastung zu erholen.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe

Spargel besteht zu mehr als 92 % aus Wasser. Seine harntreibende Wirkung entsteht durch die ebenfalls enthaltene Aminosäure L-Asparagin. Das L-Asparagin kann dem ausgeschiedenen Urin einen unangenehmen Geruch verleihen. Darüber hinaus enthält Spargel auch nennenswerte Mengen Kalium, welche ebenfalls zur harntreibenden Wirkung beitragen. Außerdem kann Kalium den Blutdruck und den Erhalt einer gesunden Knochenstruktur unterstützen.

Bild: © karepa/fotolia.com