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Stiefmütterchen

Erfahren Sie mehr über die Herkunft und Wirkung des Stiefmütterchens

Allgemeines und Geschichte: Zur Gattung gehören ca. 400 Arten, die in den gemäßigten Regionen der Welt zuhause sind, V. tricolor ist insbesondere im gemäßigten Eurasien, d.h. südlich bis zum Mittelmeer und Vorderindien und nördlich bis Island, heimisch und in Holland und Frankreich kultiviert. Beschrieben bei Dioskurides mit kühlender Kraft bei Entzündungen, Fieber und Schmerzen. Kräuterbuchautoren des 16. Jahrhunderts übernehmen diese Anwendungen. Lonicerus benutzt es außerdem bei Hauterkrankungen und als Expektorans. Matthiolus rühmt, dass es den Schweiß gewaltig treibt und verordnet es daher bei Syphilis. In der Volksmedizin hat sich vor allem der Glaube an die blutreinigende Wirkung erhalten. Das wilde Stiefmütterchen wurde einst auch für Liebestränke verwendet. Das aus den frischen Blüten extrahierte Öl ist ein kostbarer Duftstoff.

Wissenschaftlicher Name: Viola tricolor L.

Stiefmütterchen

Etymologie: Der Gattungsname 'Viola' ist die lateinische Form, im Griechischen 'ion'. Es wird eine unabhängige Entlehnung des lateinischen Wortes 'viola' und des griechischen Wortes 'ion' aus einer mediterranen Sprache angenommen. 'Tricolor' besteht aus 'tri = drei' und 'color = Farbe', obwohl die Kronblätter dieser Art üblicherweise nur zwei Farben zeigen. Die unterschiedlichen Formen ihrer Blütenblätter sollen eine Stiefmutter, ihre Tochter und Stieftochter symbolisieren. In Frankreich verlieh Ludwig XV. seinem berühmten Arzt Quesnay drei Stiefmütterchen als Wappen.

Volkstümliche Namen: Ackerstiefmütterchen, Ackerveilchen, Dreifaltigkeitsblume, Dreifaltigkeitskraut, Dreifarbiges Veilchen, Feldstiefmütterchen, Freisamkraut, Fronsamkraut, Jesusblümchen, Nachtveigerl, Sinnviole, (wildes) Stiefmütterchen.

Botanik: V. tricolor ist ein- bis mehrjährig, bis zu 30 cm hoch. Sprosse meist gelblichgrün, kahl oder zerstreut behaart. Der Stängel ist aufrecht, kantig, einfach oder ästig, kahl oder kurzhaarig wie die wechselständigen Blätter, wovon die unteren herzförmig, die oberen länglich-elliptisch oder lanzettlich sind. Die Blüte ist gelb oder dreifarbig, steht einzeln und ist lang gestielt. Die Frucht ist eine ellipsoide, stumpfkantige Kapsel mit 3 aufspringenden Klappen. Die Samen sind birnenförmig und gelb.

Genutzte Pflanzenteile: Stiefmütterchenkraut besteht aus den zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Teilen von Viola tricolor L., hauptsächlich von den Unterarten vulgaris und arvensis sowie deren Zubereitungen.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe: Flavonoide (u.a. Rutin, Scoparin, Saponarin, Violanthin, Vicinin-2 und Vitexin), Salicylsäure, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Umbelliferon und möglicherweise Triterpensaponine.

Bild: © Diana Karita/fotolia.com