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Süßkraut

Erfahren Sie mehr über die Herkunft und Wirkung von Süsskraut

Allgemeines und Geschichte: Zur Gattung gehören ca. 240 Arten, die überwiegend in Südamerika, Zentralamerika und Mexiko zuhause sind. Einzelne Arten sind bis in den Süden der USA verbreitet. S. rebaudiana stammt aus Paraguay. Die Gattung wurde zuerst vom spanischen Arzt und Botaniker Pedro Jaime Esteve beschrieben. Nach Unterlagen der spanischen Eroberer benutzten die Guarani - Indianer diese Pflanzen um ihren Mate zu süßen. Im späten 19. Jahrhundert entdeckte der Schweizer Botaniker Moisés Santiago Bertoni das Süßkraut auf einer Forschungsreise durch das östliche Paraguay und beschrieb seine Eigenschaften. Mit Hilfe des paraguayischen Chemikers Ovid O. Rebaudi konnte im Jahr 1900 ermittelt werden, dass es sich bei dem süßen Wirkstoff um eine neue Substanz handelte. Endgültig wurden die Glykoside, die dem Süßkraut seinen süßen Geschmack geben, aber erst im Jahr 1931 von zwei französischen Chemikern isoliert. Während das Steviakraut eine etwa 30-40 fache Süßkraft im Vergleich mit Zucker hat, weisen die isolierten Glykoside Steviosid und Rebaudiosid eine 250-300 fache Süßkraft auf. Wegen seiner enorm süßenden Wirkung kam das Süßkraut in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts als populärer Zuckerersatz und Süßstoff nach Japan.

Süßkraut

Produkte, die Stevia enthalten, sind seit ca. 1975 auf dem Markt. Stevia ist in der EU bisher nicht als Lebensmittelzusatz zugelassen, im April 2010 wurde allerdings eine positive Bewertung zur Sicherheit von Steviolglycosiden veröffentlicht, die auf eine baldige Zulassung hindeutet.

Wissenschaftlicher Name: Stevia rebaudiana (Bertoni) Hemsl. Süsskraut

Etymologie: Der Gattungsname geht auf Pedro Jaime Esteve (lat. Stevius) zurück, einen spanischen Arzt und Botaniker des 16. Jahrhunderts. Die Art ist nach dem paraguayischen Chemiker Ovid Rebaudi benannt, der erstmals die enthaltenen Süßstoffe beschrieb.

Volkstümliche Namen: Süßkraut, Süßblatt, Honigblatt.

Botanik: Halbstrauch, bis 30 cm. Blätter sitzend, 3 bis 4 cm lang, Spreite länglich-lanzettlich oder spatelförmig, Ende stumpf, von der Mitte an bis zur Spitze gesägt, darunter ganzrandig, Oberfläche leicht drüsig behaart. Stängel unten schwach flaumig behaart, verholzt. Kräftiges Rhizom mit kaum verzweigten Wurzeln. Blütenkörbchen in lockeren, unregelmäßigen Trugdolden. Hüllkelchblätter mit hellpurpurnem Rachen und weißen Spitzen.

Genutzte Pflanzenteile: Die Süßkrautblätter sind die getrockneten Blätter von Stevia rebaudiana (Bertoni) Hemsl. und ihre Zubereitungen bzw. die isolierten Süßstoffe.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe: Diterpenglykoside (besonders Steviosid, Rebaudosid A und C und Dulcosid A), ätherisches Öl und Flavonoide.

Bild: © pixelot/fotolia.com