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Zitrone

Vitamin C – nicht nur gegen Skorbut

Die großen Seefahrer wie Columbus oder Vasco da Gama standen lange Zeit vor einem Problem: Ihre Mannschaft erkrankte während der langen Zeit auf See. Das Zahnfleisch schwoll an, die Glieder schmerzten und ihnen fehlte jede Kraft und Energie. Schließlich verstarben viele von ihnen an dieser rätselhaften Krankheit, die man als Skorbut bezeichnete. Als Vasco da Gama zum ersten Mal Afrika umschiffte und so Indien erreichte, überlebten nur 60 seiner 160 Matrosen die Reise. Erst James Cook fand im 18. Jahrhundert die Lösung des Problems. Skorbut entstand durch die einseitige Ernährung der Matrosen, die fast ausschließlich aus Zwieback und Pökelfleisch bestand. Cook gab seiner Besatzung Sauerkraut und den Saft einer ganz besonderen Frucht: der Zitrone.

Zitronen hängen am Baum

Das Vitamin C der Zitrone bewahrte Cooks Mannschaft vor dem Skorbut und verschaffte britischen Matrosen einen neuen Spitznamen: Limeys. Noch heute wird die Zitrone als wichtiger Lieferant von Vitamin C sehr geschätzt.

Wortherkunft

Der Name der Zitrone ist aus dem lateinischen Wort citrus abgeleitet. Dieses hat wiederum seinen Ursprung in der griechischen Bezeichnung kedromelon, welche sich auch mit Zedernapfel übersetzen lässt. Ursprünglich bezog sich dieser Name allerdings auf eine andere Frucht, die heute als Zitronatzitrone bekannt ist. Erst im Mittelalter verschob sich diese Bezeichnung und wurde seitdem auf die Zitrone bezogen.

Botanik

Die Zitrone ist die gelbe oder grüne, ovale Frucht des Zitronenbaumes (wissenschaftlicher Name: Citrus x limon). Der Zitronenbaum ist ein mittelgroßer, immergrüner Baum mit länglichen Blättern. Das ganze Jahr über entstehen Blüten, die manchmal einen faulen Geruch verströmen. Die äußere Schale der Zitronenfrucht ist sehr häufig auch bei Reife noch grün. Nur wenn Sie niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist, verfärbt sich die Schale gelb. Oft wird sie aber erst nachträglich gekühlt, damit sie die bekannte gelbe Farbe annimmt. Grüne Zitronen werden von Kunden oft zu Unrecht für unreif gehalten.

Genutzte Pflanzenteile

Aus naturheilkundlicher Sicht sind insbesondere die Früchte des Zitronenbaums und ihre Schalen interessant. Wenn der Zitronenbaum einem gleichmäßigen, feuchtwarmen Klima ausgesetzt ist, kann er das ganze Jahr über Früchte tragen. Um die Zitronenernte effektiv durchführen zu können, wird im kommerziellen Anbau die Bewässerung der Bäume für eine Zeit eingestellt. Sobald wieder bewässert wird, entwickelt der Zitronenbaum besonders viele Blüten. Die daraus entstehenden Früchte sind alle ungefähr gleichzeitig reif und können so in einer konzentrierten Aktion geerntet werden.

Potentiell aktive Inhaltsstoffe

Die Zitrone genießt den Ruf, sehr viel Vitamin C zu enthalten. Tatsächlich decken 200 Gramm Zitrone den empfohlenen Tagesbedarf eines Erwachsenen. Darüber hinaus enthalten die Zitronenschalen Flavonoide, welche ebenso wie das Vitamin C als wichtige Antioxidantien gelten. Das ätherische Öl der Zitrone wird ebenfalls aus den Zitronenschalen gewonnen. Es soll die Konzentration stärken und das Immunsystem unterstützen.

Bild: © Jürgen Fälchle/fotolia.com