Frau in der Sonne

Coenzym Q10: Energie für den ganzen Körper

Ob Herz, Muskeln oder Gehirn: Unser Körper braucht Energie. Diese Energie wird in einem komplexen Prozess in den Körperzellen – oder genauer in den Mitochondrien – erzeugt. Und genau hier kommt das Coenzym Q10 ins Spiel, denn es ist für die körpereigene Energieproduktion unverzichtbar. Dabei war es der Wissenschaft lange Zeit unbekannt.

Die Entdeckung von Q10

Erst 1957 entdeckte der US-Amerikaner Fred L. Crane das Coenzym Q10. Er konnte es als erster aus einem Rinderherzen isolieren. Im Anschluss beschäftigte sich die Wissenschaft mit der wichtigen Rolle, welche Q10 für die Energieproduktion im menschlichen Körper spielt. Für seine Forschungen in diesem Bereich wurde der Brite Peter Dennis Mitchell 1978 sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Seinen Namen trägt das Coenzym, weil es zur Gruppe der Chinone (englisch: quinones) gehört und 10 Isopren-Einheiten aufweist. Viel mehr Aufschluss über die Wichtigkeit von Q10 bietet der alternative Name Ubichinon: Das lateinische Wort ubique bedeutet „überall“. Es verweist darauf, dass Q10 in jeder einzelnen Körperzelle, also überall im Körper, gebraucht wird.

Forscher im Labor
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Frederick L. Crane: Q10-Pionier

Dr. Frederick Loring Crane wurde am 3. Dezember 1925 geboren. Sein Studium an der Universität von Michigan musste er zunächst wegen des Zweiten Weltkriegs unterbrechen. Doch nach dem Krieg setzte er seine Studien fort und schloss sie 1953 mit einem Doktortitel in Botanik ab.

Als Postdoktorand an der Universität von Wisconsin entdeckte er 1957 das Q10 und widmete sich auch in seinen weiteren Forschungen immer wieder diesem Coenzym. Seine letzte Studie zu Q10 veröffentlichte er 2014. Im Jahr 2016 verstarb Frederick L. Crane im Alter von 90 Jahren.

Q10 und die Energieproduktion des Körpers

In den Mitochondrien der Zellen wird das Energie-Molekül ATP erzeugt. Dieses Molekül liefert die Energie für fast alle grundlegenden Prozesse im menschlichen Körper. Dazu zählt die Bewegung von Muskeln, die körpereigene Herstellung und Umwandlung von Stoffen und der Transport von Stoffen durch den Körper.

Das Coenzym Q10 ist bei diesem Prozess für den Transport von Elektronen und Protonen innerhalb der Zelle zuständig. Gelangen diese Teilchen nicht an ihren Verwertungsort, kann die Zelle auch kein ATP und damit keine Energie erzeugen.

Q10 und die Herzmuskelzellen

Herz in Händen

Die Bewegung von Muskeln braucht viel Energie. Gerade die Muskeln, die häufig bewegt werden und deren Funktion besonders wichtig ist, haben also auch bei der Versorgung mit Q10 höchste Priorität.

Deshalb ist es nur logisch, dass Q10 in den Herzmuskelzellen in hoher Konzentration vorkommt: Das Herz muss ca. 100.000-mal am Tag schlagen, um insgesamt ca. 7.000 Liter Blut durch unseren Körper zu pumpen. Jedes einzelne Mal zieht sich der Herzmuskel zusammen und entspannt sich wieder.

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Q10 im Alter

Der Körper kann eine gewisse Menge Q10 selbst herstellen und nimmt das Coenzym auch über die Nahrung auf. So ist in jungen Jahren die ausreichende Versorgung mit Q10 in den meisten Fällen gesichert.

Mit fortschreitendem Alter produziert der Körper jedoch immer weniger Q10 – ein Prozess, der schon mit dem 20. Lebensjahr beginnt. So spielt die Aufnahme über die Nahrung eine immer wichtigere Rolle. Wenn Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten beibehalten, ist also mit zunehmendem Alter zu erwarten, dass der Q10-Spiegel immer weiter absinkt.

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Q10 und Statine

Wer mit einem erhöhten Cholesterinspiegel zu kämpfen hat, bekommt vom behandelnden Arzt häufig Statine verschrieben. Diese oft auch als Cholesterinsenker bekannten Medikamente hemmen jedoch auch die körpereigene Produktion von Q10.

Dies ist natürlich kein Grund, auf wichtige Medikamente zu verzichten. Doch wer Statine einnehmen muss, sollte seine Versorgung mit Q10 besonders im Auge behalten.

Q10 in Lebensmitteln

Q10 ist in größeren Mengen in Fleisch (besonders in Innereien) und fettem Fisch (z.B. Hering, Makrele) enthalten. Auch Eier zählen zu den tierischen Produkten mit relativ viel Q10. Vegetarier und Veganer können auf Pflanzenöle, Nüsse, Kartoffeln und verschiedene Gemüsesorten (z.B. Spinat, Rosenkohl, Brokkoli) zurückgreifen. Allerdings ist das Coenzym nicht besonders hitzebeständig. So geht es beim Kochen teilweise verloren.

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Wenn Sie glauben, dass Sie altersbedingt oder aufgrund Ihrer Ernährung nicht ausreichend mit Q10 versorgt sind, kann eine Nahrungsergänzung mit Q10 dieses Problem lösen. Da das Coenzym fettlöslich ist, kann es zusammen mit Fett besser im Körper aufgenommen werden.

Entsprechend ist Q10 in Kombination mit pflanzlichem Öl besonders bioverfügbar. Das Coenzym kann auch aus veganer Quelle gewonnen werden. So können auch Veganer und Vegetarier ihre Ernährung mit Q10 ergänzen.

Anti-Aging mit Q10

Q10 ist nicht nur eine beliebte Nahrungsergänzung, es ist inzwischen ein gängiger Bestandteil von Kosmetikprodukten. Das liegt daran, dass es Freie Radikale neutralisieren kann. Seine Funktion für die Energieproduktion in den Zellen kann das Coenzym so gut erfüllen, weil es leicht Elektronen aufnehmen und abgeben kann.

Dies sorgt auch für die antioxidativen Eigenschaften: Den Freien Radikalen fehlt ein Elektron, welches ihnen durch Q10 zur Verfügung gestellt werden kann. Erhalten die Freien Radikalen das fehlende Elektron nicht durch Q10 oder ein anderes Antioxidans, entreißen sie es einer anderen Zelle und tragen so zu vorzeitiger Hautalterung bei. Indem es die Freien Radikalen neutralisiert, bietet Q10 also effektive Anti-Aging-Hilfe.

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