Calcium (Element)

Calcium ist ein chemisches Element und gehört zu den Erdalkalimetallen. Das Elementsymbol ist Ca, die Ordnungszahl im Periodensystem der Elemente ist 20. In elementarer Form kommt Calcium aufgrund seiner Reaktionsfreudigkeit in der Natur nicht vor. Es ist vielmehr Bestandteil von Mineralien beispielsweise in Marmor, Kalkstein, Gips oder Kreide.

Calcium – lebenswichtiger Mineralstoff

Als so genannter essentieller Stoff ist Calcium unentbehrlich für den menschlichen Körper und mengenmäßig dessen wichtigster Mineralstoff. Es sorgt für die Stabilität von Knochen und Zähnen; auch Blutgerinnung, Zell- und Nervenfunktionen sind davon abhängig. Außerdem ist Calcium im Nervensystem an der Reiz-Weiterleitung, zum Beispiel beim Sehen, Fühlen und Hören, beteiligt. Wieviel Calcium der Körper braucht, ist abhängig vom Alter. Bei dieser Frage kann man sich beispielsweise an den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. orientieren.

Gute Ernährung – gute Versorgung

Der menschliche Organismus ist auf Calcium angewiesen. Selbst produzieren kann er es nicht, es muss von außen aufgenommen werden. Durch eine ausgewogene Ernährung ist bei gesunden Menschen eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Calcium normalerweise gewährleistet. Der Mineralstoff ist in vielen Lebensmitteln enthalten, wobei der Gehalt aber stark variiert. Zu den gebräuchlichsten Calcium-Lieferanten gehören Milch und Milchprodukte. Auch einige Gemüsearten und sogar Mineralwasser können ab einem bestimmten Calciumgehalt als „calciumreich“ bezeichnet werden.

Über- und Unterversorgung

Wird dem Körper zu viel Calcium zugeführt, kann es zu einem Calciumüberschuss im Blut kommen. Diese so genannte Hyperkalzämie, die zur Bildung von Harnsteinen oder zu einer Störung der Nierenfunktion führen kann, wird zum Beispiel von extremen Ernährungsarten oder einem übermäßigen Konsum von Calciumpräparaten verursacht. Weiter verbreitet ist allerdings die Calcium-Unterversorgung, die Hypokalzämie. So liegt die durchschnittliche Calciumzufuhr pro Person in Deutschland unterhalb der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Menge. Das bedeutet zwar nicht, dass in jedem Fall auch ein Calciummangel vorliegt, weist aber zumindest auf unausgewogene Ernährungsgewohnheiten hin.

Definiert wird ein Calciummangel durch eine verminderte Konzentration von Calcium im Blut. Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, wird in der Regel von einem Arzt durch Blut- und Urinuntersuchungen festgestellt. Calciummangel ist häufig bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten, kann aber bei allen Altersgruppen auftreten und unterschiedlichste Ursachen, Symptome und Folgen haben. Verminderte Aufnahme, erhöhte Ausscheidung oder erhöhter Bedarf können Ursachen eines Mangels sein:

  • Erhöhter Bedarf bei Kindern und Jugendlichen in Wachstumsphasen
  • Einseitige Ernährung (calciumarm, phosphatreich, enthärtetes Wasser)
  • Essstörungen
  • Erhöhter Bedarf bei Schwangerschaft
  • Unverträglichkeiten gegenüber Milch und Milchprodukten

Ein ausgeprägter Calciummangel kann sich in zahlreichen Symptomen äußern. Dazu gehören

  • Muskelkrämpfe
  • Verdauungsstörungen
  • Wachstumsstörungen bei Kindern
  • Herzrhythmusstörungen
  • Osteoporose
  • Gestörte Blutgerinnung
  • Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Reizbarkeit

All diese Beschwerden sind allerdings kein Beweis für einen Calciummangel, da sie auch bei anderen Störungen und Krankheiten auftreten können.

Lesen Sie dazu auch im Bärbel Drexel Blog

Mineralstoffe: für den Körper unverzichtbar
Zum Überleben braucht der menschliche Körper zahlreiche Stoffe. Manche davon kann er selbst herstellen, andere müssen ihm über die Nahrung zugeführt werden. Eine äußerst wichtige Gruppe dieser Nährstoffe wird als Mineralstoffe bezeichnet …

Gesundheit für Mark und Bein: unsere Knochen
Knochen geben unserem Körper seine Form und sorgen für Halt. Die meisten unserer Körperteile sind weich und müssen von unserem Skelett gestützt werden. So verbleibt alles im Körper an seinem Platz und der Mensch erhält seinen charakteristischen Körperbau …

Lesen Sie dazu auch im Bärbel Drexel Lexikon

Lactoseintoleranz
Als Lactoseintoleranz (häufig auch: Laktoseintoleranz) bezeichnet man die Unfähigkeit des Körpers, Milchzucker zu verdauen. Dies liegt daran, dass der Körper das Verdauungsenzym Lactase (auch: Laktase) nicht oder nicht mehr in ausreichender Menge produziert …

i

Sie möchten gerne mehr über naturheilkundliche Themen erfahren?

Dann melden Sie sich gleich zu unserem kostenlosen Newsletter an und Sie erhalten von uns wöchentlich wissenswerte und interessante Informationen, wie die Pflanzen- und Naturheilkunde zu Ihrem Wohlbefinden beitragen kann.