Warum kann ich nicht abnehmen?

Warum kann ich nicht abnehmen?

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"Liegt es an meinem Lebensstil?"

Als Hauptursachen für Übergewicht gelten heute die individuellen Lebensgewohnheiten. Man muss sie alle hinterfragen, um herauszufinden, welche das Abnehmen behindern – oder das Übergewicht fördern.

Mögliche, von Lebensgewohnheiten bestimmte Ursachen von Übergewicht und/oder für vergebliche Abnehm-Bemühungen sind …

  • die Kalorienaufnahme des Körpers ist laufend höher als der Verbrauch durch körperliche Aktivität
  • überwiegend sitzende Tätigkeiten im Beruf
  • wenig Bewegung im Alltag
  • überwiegend passive Freizeit-Interessen (Fernsehen, Computer)
  • keine geregelten Mahlzeiten
  • essen unter Stress
  • Auslassen von Mahlzeiten
  • falsche Ernährungsweise – zu viel, zu süß, zu fett etc.
  • essen aufgrund emotionaler Stimmungen wie Stress oder Langeweile
  • Jojo-Effekt nach Diäten
  • unzureichende Trinkmenge
  • u.a.m.

Nun ist es für viele Menschen aber gar nicht so leicht, Gewohnheiten zu ändern. Außerdem sollte man auch wissen, wie sie geändert werden müssten, um Übergewicht zu reduzieren oder zu vermeiden. Mehr Bewegung – aber wieviel mehr? Weniger Kalorien aufnehmen – aber wieviel weniger?

Hier kann fachkundige Beratung hilfreich und nötig sein.


"Liegt es an meinem Körper?"

Es wäre allerdings nicht ausreichend, von vorneherein nur Bewegungsmangel und/oder falsche Ernährung als Ursachen für Übergewicht zu sehen. Denn auch Veranlagung und verschiedene Erkrankungen können es fördern.

Wenn Sie Gewicht reduzieren möchten, kann ein vorgeschalteter Gesundheitscheck sehr empfehlenswert sein. Denn auf dem Weg zum Wunschgewicht gibt es oft Hemmnisse, die man selbst gar nicht erkennen kann.

  • Funktioniert der Stoffwechsel? Für den Stoffwechsel spielt die Schilddrüse eine bedeutende Rolle. Bei eventueller Schilddrüsenunterfunktion verbraucht der Körper weniger Energie; überschüssige Energie lagert sich schnell in Fettpölsterchen ein und eine erfolgreiche Gewichtsreduktion ist unter Umständen kaum möglich.
  • Stimmt das Säure-Basen-Gleichgewicht? Zur Aufrechterhaltung der Stoffwechselvorgänge im Körper ist ein pH-Wert von 7,4 (+/- 0,05) im Blut erforderlich. Durch Lebensstil und Ernährung können Gewebe und Körperflüssigkeiten übersäuern, was negative Folgen haben kann, die auch das Abnehmen blockieren.
  • Gibt es Probleme mit Leber und Darm? Ist die Leber überlastet, zum Beispiel aufgrund von falscher Ernährung, kann dies den Stoffwechsel beeinflussen und das Abnehmen erschweren. Dieser Effekt kann sich noch verstärken, wenn auch die Darmflora geschwächt ist. Unter Umständen bedarf es dann einer Darmsanierung unter ärztlicher Aufsicht.

"Muss ich überhaupt abnehmen?"

Haben Sie sich schon mal überlegt, ob Sie überhaupt abnehmen müssen? Kennen Sie das Gewicht, das für Sie persönlich am gesündesten wäre? Oder möchten Sie nur einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen?

Das Normalgewicht als gesundes Ziel

Das Normalgewicht gibt das Gewicht an, das unter normalen Umständen als gesund gilt. Je nach Methode der Berechnung umfasst es eine mehr oder weniger große Spanne zwischen Unter- und Übergewicht.

Gerade im Hinblick auf Blutfettwerte, Diabetes-Risiko und die Beanspruchung der Gelenke sollte das Normalgewicht angestrebt werden. Und ein paar Kilo weniger können das Lebensgefühl überraschend heben.

Das Normalgewicht wird aus exakten Daten wie Körpergröße, Bauchumfang etc. berechnet; subjektive Aspekte wie Schönheitsideale werden in der Regel nicht berücksichtigt.

Der Body Mass Index als Richtwert

Es gibt zahlreiche Methoden zur Ermittlung des Normalgewichtes. In wissenschaftlichen Betrachtungen und mittlerweile auch auf breiter Ebene hat sich der Body Mass Index (BMI) durchgesetzt, der folgendermaßen errechnet wird: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Meter zum Quadrat, also …

BMI = (Körpergewicht in kg) / (Körpergröße in m)²

Bei 70 Kilogramm Gewicht und 170 cm (1,7 m) Körpergröße beträgt der BMI demnach 24,22.

Dabei gelten Menschen als

  • untergewichtig mit BMI kleiner 18,5
  • normalgewichtig mit BMI von 18,5 bis 24,9
  • übergewichtig mit BMI von 25,0 bis 30,0
  • adipös (fettleibig) mit BMI größer 30,0

Der BMI kann allerdings noch um die Aspekte Alter und Geschlecht erweitert werden. Laut WHO ist z.B. im Alter von 45 bis 54 Jahren normalgewichtig, wer einen BMI von 22 bis 27 hat

Normalgewicht Tabellen nach Alter und Geschlecht finden Sie im Schwerpunktthemen-Beitrag "Idealgewicht - Normalgewicht: Gibt's einen Unterschied?"

BMI-Werte können Richtwerte z.B. zur ersten Selbsteinschätzung sein. Zur Frage, was das persönliche Normalgewicht tatsächlich ist, sollte man sich zusätzlich von Experten wie Ernährungsberatern oder Ärzten informieren lassen.


Lassen Sie sich beraten.

Wer erfolgreich und gesund abnehmen will, sollte sich nicht nur umfassend informieren, sondern trotzdem noch von einer Fachperson professionell beraten lassen. Das führt in der Regel am schnellsten und sichersten ans Ziel.

Ernährungsberater oder der Hausarzt können wertvolle Tipps geben. Auch auf den Internetseiten vieler Krankenkassen finden Sie umfangreiche Beratungsangebote rund um das Thema Übergewicht, Abnehmen und Diäten.

Beratung muss nicht viel kosten

Fragen Sie einfach einmal nach: Oft sind die Angebote gefördert oder kostenlos, nicht zuletzt, weil sie den Krankenkassen langfristig Geld sparen können.

Um effektiv abzunehmen, sollte eine Diät auf die individuellen Bedürfnisse des Körpers abgestimmt sein. Hierfür kann es auch hilfreich sein, den persönlichen „Diättyp“ zu kennen: Im Bärbel Drexel Blog finden Sie einen informativen Diättypen-Test.


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