Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element und gehört zu den Erdalkalimetallen. Das Elementsymbol ist Mg, die Ordnungszahl im Periodensystem der Elemente ist 12. In elementarer Form kommt Magnesium in der Natur aufgrund seiner Reaktionsfreudigkeit nicht vor, es ist in vielen Mineralien und im pflanzlichen Blattgrün zu finden.

Magnesium - lebenswichtiger Mineralstoff

Als so genannter essentieller Stoff ist Magnesium unentbehrlich für sämtliche irdischen Organismen. Im menschlichen Körper ist es für die Aktivierung einer Vielzahl von Enzymen vor allem im Energiestoffwechsel wichtig, außerdem für die Reizübertragung von den Nerven auf die Muskeln. Für den Aufbau von Knochen und Zähnen wird Magnesium ebenso benötigt wie für die Herz- und Hirnfunktionen, den Fett- und den Kohlenhydratstoffwechsel.

Gut gegessen - gut versorgt

Der menschliche Organismus ist auf Magnesium angewiesen, selbst produzieren kann er es nicht. Daher muss es von außen zugeführt werden. Durch eine ausgewogene Ernährung ist bei gesunden Menschen die ausreichende Versorgung des Körpers mit Magnesium normalerweise gewährleistet. Der Mineralstoff ist in fast allen Lebensmitteln enthalten, wobei der Gehalt allerdings stark variiert. Vollkornprodukte, Nüsse oder Bohnen zum Beispiel enthalten viel Magnesium, ebenso findet es sich, in geringeren Mengen, in Fleisch oder Milchprodukten.

Überfluss und Mangel

Ist zu viel Magnesium im Blut, spricht man von einem Magnesiumüberschuss – der aber recht selten vorkommt. Übermäßige Einnahme von Magnesium oder beispielsweise eine schwere Nierenschwäche können diese so genannte Hypermagnesiämie verursachen. Viel häufiger ist der Magnesiummangel, die Hypomagnesiämie. Betroffen sind oft Kinder und Jugendliche, Sportler, Schwangere und Stillende, wenn sie einen erhöhten Magnesiumbedarf haben.

Der Magnesiummangel ist durch eine verminderte Konzentration von Magnesium im Blut definiert und wird in der Regel von einem Arzt festgestellt. Er kann bei allen Altersgruppen auftreten und unterschiedlichste Ursachen, Symptome und Folgen haben. Verminderte Aufnahme, erhöhte Ausscheidung, erhöhter Bedarf und – in seltenen Fällen – genetische Faktoren können Ursachen eines Magnesiummangels sein. Zu den häufigeren Ursachen zählen

  • Einseitige Ernährung, Essstörungen
  • Chronische Darmerkrankungen, Durchfall, Erbrechen
  • Chronische Nierenerkrankungen
  • Alkoholismus
  • Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“)
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Erhöhter Bedarf durch Sport, Schwangerschaft, Stress

Ein ausgeprägter Magnesiummangel kann sich in zahlreichen Symptomen äußern. Dazu gehören

  • Muskelverspannungen
  • Schwindel
  • Zittern
  • Schlafstörungen, Nervosität, Unruhe
  • Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit
  • Herzrhythmusstörungen
  • erhöhter Blutdruck
  • Verspannungen im Kopfbereich
  • Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Reizbarkeit

All diese Beschwerden sind allerdings kein Beweis für einen Magnesiummangel, da sie auch bei anderen Störungen und Krankheiten auftreten können.

Übrigens: Magnesium hilft nicht in jedem Fall bei den allseits bekannten schmerzhaften Muskelverspannungen beim oder nach dem Sport. Deren Ursachen sollten stets genauer eruiert und entsprechend behandelt und/oder vermieden werden.

Magnesium in Lebensmitteln

Höchstens 55% des Magnesiums, das wir über die tägliche Ernährung zu uns nehmen, wird vom Körper auch wirklich aufgenommen. Da der Mineralstoff aber in sehr vielen Lebensmitteln steckt, ist eine normale, ausgewogene Ernährung für einen gesunden Menschen völlig ausreichend, um seinen Magnesiumbedarf zu decken. Gerade zahlreiche gängige pflanzliche Lebensmittel enthalten viel Magnesium:

  • Vollkornprodukte aus Roggen, Weizen, Gerste, Dinkel, Hafer
  • auch Buchweizen und Weizenkleie
  • Gemüse wie Erbsen und Bohnen
  • Nüsse wie Walnüsse und Haselnüsse
  • außerdem weniger alltägliche Lebensmittel wie Seetang und Kürbiskerne

Durch die Verarbeitung von Lebensmitteln kann sich deren Magnesiumgehalt reduzieren. 

Wirkung von Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln

Solange kein Magnesiummangel vorliegt, ist eine Zufuhr von Magnesium durch Nahrungsergänzungsmittel nicht angebracht. Nicht umsonst heißt es in Werbeaussagen zu solchen Mitteln oft, sie könnten zu einer normalen Muskelfunktion, einer normalen Funktion des Nervensystems oder einem normalen Energiestoffwechsel beitragen. Es geht also darum, einen Mangel auszugleichen beziehungsweise normale Funktionen zu gewährleisten.

Da gerade hinter vielen der bekanntesten Symptome eines Magnesiummangels – Muskelverspannungen, Müdigkeit, Reizbarkeit u.a.m. – auch andere Ursachen stecken können, sollte über diese Ursachen Klarheit bestehen, bevor Magnesium mit Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt wird.

Magnesium-Dosierung bei Magnesiummangel

Liegt ein Magnesiummangel vor, der durch Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden kann oder muss, ist stets auf die Dosierung zu achten. Die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Tageshöchstdosis des durch eine Nahrungsergänzung aufgenommenen Magnesiums sollte nicht überschritten werden. Vorsicht geboten ist auch bei Kombi-Produkten, die weitere Mineralstoffe oder Vitamine enthalten, welche der Körper eventuell gar nicht braucht. Wer Medikamente nimmt oder eine Erkrankung hat, die einen Magnesiummangel verursacht, ist gut beraten, vor einer Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln einen Arzt zu befragen.

Magnesium-Nebenwirkungen bei Überdosierung

Der Magnesiumbedarf des Menschen ist individuell und variiert bei jedem einzelnen zusätzlich entsprechend der körperlichen Belastung durch Sport, Stress, Arbeit oder besondere Lebensumstände. Eine Dosis, die für eine Person zu klein ist, kann für eine andere schon zu groß sein. Die Folgen einer Überdosierung sind unangenehm, manchmal sogar bedenklich: Sie reichen von Durchfall und Magen-Darm-Problemen  bis hin zu einem gefährlichen Abfall des Blutdrucks.

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