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Magnesiumstearat

Magnesiumstearat – auch als Magnesiumsalz der Speisefettsäuren bekannt – ist eine Verbindung aus Magnesium und Stearinsäure. Es wird als Binde- und Feuchthaltemittel eingesetzt, zum Beispiel bei der Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier sorgt es dafür, dass in jedem Pressling und in jeder Kapsel die gleiche Rohstoffmenge in optimaler Verteilung und Mischung vorliegt. Außerdem verhindert es, dass die Produktionsmaschinen verkleben. 

Die Bestandteile von Magnesiumstearat

Magnesiumstearat

Magnesiumstearat besteht zu ca. 96 % aus Stearinsäure und zu ca. 4 % aus Magnesium. Stearinsäure ist eine gesättigte Fettsäure, die in der Regel aus Raps-, Soja- oder Maisöl gewonnen wird. Sie ist unter anderem in Pflanzenöl, Vollmilchschokolade und Fleischprodukten in nennenswerten Mengen enthalten. Stearinsäure ist eine nicht-essentielle Fettsäure. Sie kann also auch vom Körper hergestellt werden.

Magnesium ist ein Mengenelement. Das heißt, es muss über die Nahrung aufgenommen werden und sollte im Körper in einer Konzentration von mehr als 50 Milligramm pro Kilogramm vorliegen. Magnesium ist in vielen Vollkornprodukten, Nüssen und Samen in größeren Mengen enthalten.

Die Kritik an Magnesiumstearat

Als Inhaltsstoff ist Magnesiumstearat in den letzten Jahren in die Kritik geraten. Es ist unbestritten, dass sowohl Magnesium als auch Stearinsäure für den Körper in normalen Zufuhrmengen unbedenklich und sogar nützlich sind. Auch Magnesiumstearat wurde von der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittelsicherheit FDA als sicher eingestuft.

Kritiker unterstellen verschiedene gesundheitsschädliche Auswirkungen von Magnesiumstearat. Im Einzelnen werden oft folgende Effekte diskutiert:

Kritik

Das ist dran

Magnesiumstearat soll negative Auswirkungen auf das Immunsystem haben. Diese Ansicht geht auf eine Studie aus dem Jahr 1990 zurück, die im Reagenzglas an bestimmten Immunzellen (T-Zellen) von Mäusen durchgeführt wurde. Die menschlichen T-Zellen sind grundlegend anders beschaffen als die T-Zellen von Mäusen, deshalb gelten die Studienergebnisse als nicht übertragbar.
Magnesiumstearat soll dafür sorgen, dass Wirkstoffe schlechter vom Körper aufgenommen werden. Bei näherer Betrachtung zeigt sich lediglich, dass die Inhaltsstoffe langsamer verwertet werden. Blutproben belegten in einer Studie, dass die Inhaltsstoffe mit und ohne Magnesiumstearat am Ende in gleicher Menge im Körper vorlagen.
Magnesiumstearat soll einen schleimigen Biofilm im Darm bilden. Dies wird häufig durch Videos nahe gelegt, in denen bestimmte Inhaltsstoffe mit und ohne Magnesiumstearat in Essig oder Wasser aufgelöst werden sollen. In den entsprechenden Videos erzeugen Gemische mit Magnesiumstearat tatsächlich zunächst eine zähflüssige Substanz auf der Oberfläche. Doch Experimente mit Essig oder Wasser bilden die komplexen Vorgänge in unserem Verdauungssystem nicht einmal ansatzweise ab. Dementsprechend sind die gezeigten Effekte in unserem Körper nicht zu befürchten.
Magnesiumstearat soll häufig unter Verwendung von Stearinsäure hergestellt werden, die aus genmanipuliertem Pflanzenöl gewonnen wurde. Tatsächlich werden Pflanzen wie Soja oder Mais, aus denen bevorzugt Stearinsäure gewonnen wird, in einigen Ländern häufig gentechnisch verändert. Doch viele Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln – darunter auch Bärbel Drexel – verzichten grundsätzlich auf genmanipulierte Inhaltsstoffe.

Bilder: Serghei Velusceac - stock.adobe.com