Gesunder Darm - gesunder Mensch

Gesunder Darm


Achten Sie auf Ihre Darmgesundheit

Über Themen, die mit dem Darm zusammenhängen, wurde früher eher ungern gesprochen. Die Erkenntnis, dass Gesundheit und Wohlbefinden im Darm anfangen, ist zwar ganz und gar nicht neu. Doch erst seit der Jahrtausendwende rückt die Darmgesundheit immer stärker in den Fokus einer gesundheitlich interessierten Öffentlichkeit – nicht zuletzt durch populärwissenschaftliche Bücher wie den Mega-Bestseller „Darm mit Charme“ von Giulia Enders.

Die Aufmerksamkeit, die dem Darm mittlerweile geschenkt wird, ist berechtigt. Wie wichtig der Bauch und damit der Darm für das persönliche Wohlbefinden sind, hat wohl jeder schon mal erlebt: Wenn mit dem Darm alles in Ordnung ist, ist man auch sonst eher ausgeglichen und nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Wenn sich der Darm aber im Ungleichgewicht befinden, sind wir oft gereizt und fühlen uns nicht wohl.

Und: Ein gut ausbalanciertes Darmsystem und eine intakte Verdauung sind eine wichtige Grundlage für starke Abwehrkräfte. Wissenschaftler gehen davon aus, dass 80% des Immunsystems ihre Heimat im Darm haben.

Verdauung

Verdauung – Ablauf, Funktion, Probleme

Als Verdauung bezeichnet man die Vorgänge im menschlichen Körper, die der Verarbeitung von Nahrung und der Verfügbarmachung der darin enthaltenen Stoffe dienen. Die Verdauung findet im Verdauungstrakt statt, der aus den Verdauungsorganen Mundhöhle, Rachen, Speiseröhre, Magen und Darm besteht.

Eine gute Verdauung beginnt schon mit der Nahrungsaufnahme. Und dazu gehören auch die Nahrungsauswahl und die Essenszeiten. Die ausgewogene, auf die individuellen Bedürfnisse des Körpers abgestimmte Ernährung ist die Grundlage, regelmäßige Mahlzeiten in Ruhe sowie ausreichendes Kauen und Einspeicheln sind der erste Schritt: Sind die Verdauungsorgane gesund und können ihre Arbeit verrichten, steht einer guten Verdauung kaum etwas im Wege.

Anders bei Verdauungsproblemen: Die Verdauung funktioniert nicht mehr so, wie sie soll. Obwohl auch Mundhöhle, Rachen und Speiseröhre zu den Verdauungsorganen gehören sind hier umgangssprachlich meist Probleme des Magen-Darm-Traktes gemeint. Verdauungsprobleme können auf unterschiedlichste Krankheiten hinweisen und/oder durch eine gestörte Energieversorgung des Körpers weitere Beschwerden auslösen.

Die Bedeutung der Darmflora

Als Darmflora bezeichnet man die Gesamtheit der Mikroorganismen, die im Darm eines Menschen angesiedelt sind. Die Darmflora wird auch Darm-Mikrobiota genannt. Es handelt sich hierbei größtenteils um Bakterien, teilweise auch Viren oder Pilze. Die Bakterien sind im Darm als Stämme angesiedelt.

Man unterscheidet bei den Bakterien der Darmflora auch zwischen gesundheitsfördernden und schädlichen Bakterien. Gesundheitsfördernde Bakterien können beispielsweise den Stoffwechsel anregen, Abwehrstoffe bilden oder Krankheitserreger hemmen.

Eine Störung der Darmflora kann zum Beispiel nach einer Behandlung mit Antibiotika vorliegen. Dies gilt besonders nach einer längeren Antibiotika-Einnahme, da das Medikament neben schädlichen auch die gesundheitsfördernden Bakterien im Darm abtötet. Auch Stress, Schlafmangel, falsche Ernährung und chronische Erkrankungen sind als Auslöser für eine gestörte Darmflora möglich. Eine gesunde Darmflora lässt sich durch verschiedene Maßnahmen wiederherstellen.

Darmsanierung

Was ist eine Darmsanierung?

Darmsanierung ist ein Sammelbegriff für verschiedene Maßnahmen, welche die Herstellung oder Wiederherstellung einer gesunden Darmflora zum Ziel haben. In Abgrenzung zu vergleichbaren Begriffen wie Darmreinigung oder Darmaufbau sind die Maßnahmen einer Darmsanierung umfassender und somit erst bei größeren Darmproblemen angemessen.

Die Darmflora kann aus dem Gleichgewicht geraten, wenn sich schädliche Bakterien ausbreiten und das Darmmilieu so verändern, dass es die positiven Mikroorganismen schwerer haben. Dann empfehlen Heilpraktiker meist eine komplette Darmsanierung. Dabei werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die schädlichen Mikroorganismen zu bekämpfen, die Ansiedlung und Vermehrung der positiven Bakterien zu fördern und ein allgemein günstiges Darmmilieu herzustellen.

In den meisten Fällen besteht eine Darmsanierung aus mehreren aufeinanderfolgenden und aufeinander abgestimmten Phasen. Die Ziele dieser Phasen ergänzen einander und sollen so zu einem gesunden Darm führen.

Was ist das Reizdarmsyndrom?

Unter der Bezeichnung Reizdarm oder Reizdarmsyndrom werden verschiedene Darmerkrankungen zusammengefasst, die keine organische oder biochemische Ursache haben. Reizdarm kann sich zum Beispiel durch Durchfall, Verstopfung, Blähungen oder das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung äußern.

In Deutschland wird fast die Hälfte aller Darmbeschwerden auf das Reizdarmsyndrom zurückgeführt. Die Erkrankung hat keine Auswirkungen auf die Lebenserwartung der Betroffenen und es spricht bislang nichts dafür, dass Reizdarm das Auftreten anderer Krankheiten begünstigt. Allerdings fühlen sich Betroffene oft in ihrer Lebensqualität eingeschränkt.

Was versteht man unter „Leaky Gut“?

Als Leaky Gut oder Leaky Gut Syndrom bezeichnet man eine Schädigung der Darmschleimhaut, welche dazu führt, dass verschiedene Fremdstoffe in den Blutkreislauf eindringen können. Zu den möglichen Symptomen zählen häufiger Durchfall, Blähungen und Verstopfung.

Da die Symptome von Leaky Gut auch zu vielen anderen Darmproblemen passen können, darunter Reizdarm oder eine Lactoseintoleranz, kann eine gesicherte Diagnose nur von einem Experten gestellt werden. Durch die Verteilung der Fremdstoffe über den Blutkreislauf kann es auch zu Symptomen an anderen Körperstellen kommen, welche nicht mit einem Darmproblem in Verbindung gebracht werden.

Darmtest

Machen Sie den Darm-Test!

Bei medizinischen Problemen sollte man einen Arzt aufsuchen. Vorteil des Arztbesuchs: Er (oder natürlich sie) kann Ihnen in der Regel am genauesten sagen, was Ihnen fehlt. Daraus werden dann passende Tipps, Hinweise oder auch eine Behandlung abgeleitet. Das führt meist am schnellsten zum Erfolg.

Um Verdauungsprobleme noch gezielter angehen zu können, kann es hilfreich sein, zu wissen, welcher „Verdauungs-Typ“ man ist. Er setzt sich anteilig aus bis zu vier verschiedenen Verdauungs-Typen zusammen. Je nachdem, wie viel von jedem Typ auf Sie zutrifft, desto wichtiger oder weniger wichtig sind die Eigenheiten der einzelnen Verdauungs-Typen für Sie selbst.

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