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Heilfasten

Als Heilfasten versteht man den völligen oder teilweisen Verzicht auf Speisen, Getränke und Genussmittel über einen maßgeblichen Zeitraum. Im Gegensatz zum religiösen Fasten, welches aus dem eigenen Glauben heraus motiviert ist, verspricht sich der Fastende beim Heilfasten positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Oft wird in diesem Zusammenhang von Entschlacken gesprochen, der Reinigung des Körpers von unerwünschten Stoffen. Zudem erhoffen sich viele Heilfastende auch einen reinigenden Effekt auf die Seele bzw. die Psyche. Es existieren verschiedene gängige Varianten des Heilfastens.

Körperliche Vorgänge beim Heilfasten

Als Reaktion auf die fehlende Nahrung stellt sich der Stoffwechsel um. Blutzuckerspiegel und Blutdruck sinken und die körpereigenen Reserven, zum Beispiel an Proteinen und Fetten, werden zur Deckung des Energiebedarfs verwendet. Insgesamt verlangsamt der Stoffwechsel sich, um sich an die reduzierte Nahrungszufuhr anzupassen. Der Harnsäure-Wert steigt an, so dass ein erhöhtes Risiko zu Blasen- oder Nierensteinen und womöglich sogar Gichtanfällen besteht.

Aufgrund der Stoffwechselumstellung und ihrer Begleiterscheinungen wird verschiedenen Risikogruppen wie Schwangeren, Kindern und Krebskranken vom Heilfasten abgeraten. Insgesamt ist empfehlenswert, unter ärztlicher Aufsicht zu fasten oder sich zumindest vorab den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers einzuholen.

Heilfasten

Varianten des Heilfastens

Buchinger Heilfasten

Heilfasten kann zwar auch individuell gestaltet werden, aber viele Fastende richten sich nach einer gängigen Methode, um ihre Fastenkur zu planen.

Das Buchinger-Heilfasten nach der Methode des deutschen Arztes Otto Buchinger sieht eine klar verringerte Energiezufuhr von 200 bis 500 kcal pro Tag vor, welche vor allem durch Gemüsebrühe, Säfte und Honig abgedeckt werden soll.

Ergänzt wird dieser Speiseplan durch Einläufe zur Darmreinigung, tägliche Bewegung und andere Maßnahmen, die den Stoffwechsel unterstützen sollen.

Der österreichische Arzt Franz Xaver Mayr entwickelte die nach ihm benannte Franz-Xaver-Mayr-Kur. Sie basiert auf einer monotonen Ernährung, welche ursprünglich aus Milch und Brötchen bestand. Später wurde das Nahrungsangebot deutlich erweitert. Die fünf Grundprinzipien der Franz-Xaver-Mayr-Kur lauten Schonung des Organismus durch Verzicht auf belastende Lebensmittel, Reinigung durch die Diät und begleitende Therapien, Schulung für eine verbesserte Esskultur, Erlernen eines gesunden Lebensrhythmus und bewusster Verzicht auf Überflüssiges.

Eine weitere Variante des Heilfastens ist das Saftfasten. Hier werden für die Dauer des Fastens ausschließlich Obst- und Gemüsesäfte, Wasser und Tee verzehrt. Durch die Säfte erhält der Körper mehr Vitamine und Mineralstoffe als bei anderen Varianten des Fastens. Der Verzicht auf feste Nahrung über einen längeren Zeitraum kann allerdings den Körper sehr stark schwächen.

Konkrete Anwendungsgebiete

Die Befürworter des Heilfastens sehen zahlreiche konkrete Anwendungsgebiete. Zum Beispiel soll eine Fastenkur bei Übergewicht, Burn Out, Typ-2 Diabetes, Asthma, Rheuma oder Morbus Crohn hilfreich sein. Kritiker sehen eine Wirkung des Heilfastens über einen bewussteren Umgang mit Ernährung und dem eigenen Körper hinaus als nicht belegt an. In jedem Fall mutet das Heilfasten dem Körper durch die reduzierte Nahrungsaufnahme eine nicht unerhebliche Belastung zu.

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